Kabinen-Flut und fataler Pfiff: Braunschweig hadert

Faire Geste trotz aller Emotionen Lieberknecht und Gomez klatschen nach Spielende

"Insbesondere die Kameraperspektive von hinten zeigt, wie der Arm nach hinten weg schwingt", bekannte Stegemann.

Lieberknecht blickt auf das Rückspiel am Montag voraus: "Das muss man schnell abhaken". "Ich habe ihn auf jeden Fall mit der Brust gespielt, ob er danach noch an die Hand geht, weiß ich nicht", behauptete Gomez, der zudem andeutete, selbst etwas überrascht vom Elfmeterpfiff gewesen zu sein.

Kurz nach dem Spiel war Lieberknecht wüst schimpfend in besagte Kabine gestapft. Demnach sei die Gästekabine regelrecht mit Wasser geflutet worden. Und Löwen-Sportchef Marc Arnold meinte: "Für mich sieht es so aus, dass Gomez den Ball mit der Hand stoppt. Fakt ist: Keiner hat etwas in der Kabine zu suchen, wenn unsere Betreuer sie hergerichtet haben".

Allzu sehr wollten sich die Gäste nach dem brisanten Nachbarschaftsduell öffentlich nicht beschweren. "Von solchen Sachen lassen wir uns nicht ablenken" versichert Mirko Boland, während Kapitän Ken Reichel schäumt: "Irgendwer hat sich da einen Scherz erlaubt und unsere Schuhe nass gemacht". Nur durch ein Elfmeter-Geschenk hatte der große Favorit aus Wolfsburg getroffen. Offenbar muss Eintracht Braunschweig die Fußballschuhe der Spieler in der Vorbereitungsphase des Spiels - warum auch immer - im Duschbereich platziert haben", sagte Thomas Franke, Leiter Organisation und Stadionbetrieb des VfL Wolfsburg, Sport 1: "Es handelt sich hierbei also keinesfalls um eine bewusste Störung durch den VfL. Erst danach prallte Braunschweigs Valsvik der Ball aus kürzester Distanz an den Arm.

Referee Sascha Stegemann, seit drei Jahren im Fußball-Oberhaus im Einsatz, sorgt mit seinem Strafstoß-Pfiff dafür, dass ganz Fußball-Deutschland die Frage diskutiert, wann im Fußballsport ein Handspiel als Absicht zu bewerten ist und wann nicht. "Deswegen hasse ich diese Relegation", brüllte Lieberknecht in den Katakomben, nachdem er direkt nach Abpfiff in die Kabine gestürmt war. Aber es ist eine Entscheidung, die weh tut. "In diesem Moment ist eine Saison am Arsch". Nach Informationen der "Bild"-Zeitung darf der Nationalstürmer, der bis 2019 an den VfL gebunden ist, nach Ende der Saison den Club für zehn Millionen Euro verlassen, egal ob Wolfsburg absteigt oder nicht". Durch den zwar verdienten, aber dennoch glücklichen Sieg stehen die Chancen des VW-Klubs gut, auch die 21. Saison in Serie in der Bundesliga zu bestreiten. Der 31-Jährige hatte noch in der Winterpause allerdings auch geunkt: "Wir werden in der Rückrunde besser sein". "Es war wichtig, dass wir zu null gespielt haben. Wir werden das schaffen", kündigte Gomez an.

Freie Bahn nach falscher Entscheidung: Gomez erzielt das einzige Tor.

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