Kirche: Berlin im Zeichen des Kirchentags: Zehntausende erwartet

Zahlreiche Besucher verfolgen am Mittwoch einen Gottesdienst am Brandenburger Tor

Damit ist das Treffen in Berlin und Wittenberg der bisher teuerste Kirchentag. Eröffnungsgottesdienste sind in Berlin vor dem Reichstagsgebäude, am Brandenburger Tor und auf dem Gendarmenmarkt geplant. Erwartet werden rund 140.000 Dauerteilnehmer und mehrere zehntausend Tagesgäste.

2500 Veranstaltungen stehen auf dem Programm, darunter Gottesdienste, Bibelarbeiten, Diskussionsrunden mit Politikern, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen.

Zum Abschluss fahren am Wochenende viele Gläubige rund 100 Kilometer weiter nach Wittenberg, um dort am Sonntag einen großen Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern. Anschließend steigt ein Straßenfest.

Gestern hat der Kirchentag begonnen und heute gibt es den ersten Höhepunkt: Kanzlerin Merkel diskutiert ab 11 Uhr mit dem früheren US-Präsidenten Obama über das Thema "Engagiert Demokratie gestalten". 80 000 Zuschauer können die Debatte, die live im Fernsehen übertragen wird, vor Ort mitverfolgen.

Nach den jüngsten islamistischen Terroranschlägen, darunter am 19. Dezember an der Gedächtniskirche in Berlin, sind die Sicherheitsvorkehrungen beim Kirchentag schärfer als sonst. "Und wir haben damals Impulse für unser ganzes Leben erhalten".

Die Einbindung Wittenbergs in den Kirchentag war der Kirche deshalb wichtig, weil Martin Luther (1483-1546) hier der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlichte.

Der Kirchentag werde aber sicher nicht mit einem Schlag etwas daran ändern, dass etwa in Sachsen-Anhalt, dem Ursprungsland der Reformation, nur relativ wenige Christen leben.

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