Relegation: 1860 München gelingt später Ausgleich

Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler Neuhaus erzielte für die erschreckend schwachen Löwen im Hinspiel der Relegation beim lange Zeit abgebrühten Drittligisten Jahn Regensburg in der 78. Minute das 1:1 (0:1), die Sechziger können damit etwas beruhigter ins Rückspiel am Dienstag in der Allianz Arena gehen. Der jordanische Investor Hasan Ismaik verzichtete auf einen Besuch der potenziellen Blamage in der Oberpfalz. So gingen die Münchner Löwen nach einer katastrophalen ersten Halbzeit mit einem Remis und dem Auswärtstor am Ende doch noch als gefühlter Sieger vom Platz. Ortega war nach dem 1:2 der Löwen am letzten Spieltag beim 1. FC Heidenheim und dem Absturz auf den Relegationsplatz zum Sündenbock gestempelt worden.

GELBE GEFAHR: Benedikt Saller, Oliver Hein und Marc Lais sind bei den Regensburgern von einer Gelbsperre bedroht. "Meine Mannschaft hat die Gier und ich traue ihr zu, dass sie in den beiden Spielen ein Wunder schaffen kann", sagte der Trainer des Drittliga-Aufsteigers. Florian Neuhaus (78.) hielt die Münchner Hoffnungen auf den Verbleib in der 2. Liga am Leben. "Schauen wir, was rauskommt", sagte Elfmeter-Pechvogel Geipl. Sein Trainer Heiko Herrlich meinte: "Das war eine herausragende Leistung".

Aber auch ein 1:1, ergänzte Herrlich, sei "kein schlechtes Ergebnis". "Wir woll'n euch kämpfen seh'n", sangen die Münchner Anhänger. Ur-"Löwe" Stefan Aigner hatte die Gäste nach einem Eckball mit dem Kopf in Führung gebracht (62.). Der Nachwuchsspieler führte sich, passend zu seinen Kollegen, gleich mal mit einem Fehlpass ein.

Auch nach der Halbzeitpause hatte Jahn Regensburg die besseren Chancen: Lais (52.) und Pusch (54.) vergaben gute Gelegenheiten.

1860-Trainer Vitor Pereira versucht vor den Schicksalsspielen der Löwen in der Relegation gegen Regensburg den Druck rauszunehmen. Die Fans stimmten den von den U23-Spielen im Grünwalder Stadion bekannten Gassenhauer "Scheiß auf den Scheich, scheiß auf sein Geld" an. Eine Szene, die auch Jahn-Coach Herrlich ärgerte: "Der Gegner kommt mit dem einzigen Abschluss zum Ausgleich, das ist natürlich bitter". Der Zweitligist aus München, der die Schlussphase nach Gelb-Rot für Marin Pongracic (80.) in Unterzahl bestreiten musste, wachte vor 15 224 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Regensburg erst spät auf. Jetzt bleibt den Löwen, nach einer ganzen Serie verkorkster Endspiele, noch ein einziges.

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