Schiedsrichter Stegemann bereut Elfmeterpfiff

Domi Kumbela

Der Handelfmeter für den VfL Wolfsburg ist der große Aufreger des Relegations-Hinspiels gegen Braunschweig - weil er niemals hätte gegeben werden dürfen.

Schiedsrichter Sascha Stegemann bereut seinen umstrittenen Elfmeterpfiff im Relegations-Hinspiel am Donnerstag zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig um die Zugehörigkeit zur deutschen Fußball-Bundesliga. "Erstaunlicherweise waren alle unsere Schuhe nass, als wir vor dem Spiel in die Kabine gekommen sind", sagte Arnold und fügte mit einem Grinsen hinzu: "Vielleicht ist der Wasser-Sprenkler angegangen". "Aber das sind so Spielchen", meinte Arnold mit brodelnder Stimme. "Unser Stadion wird brennen", meinte Abwehrspieler Saulo Decarli und Torhüter Jasmin Fejzic kündigte an: "Ganz Braunschweig steht hinter uns". Die Motivationsansprache vor dem Rückspiel am Montag kann sich Eintracht-Coach Lieberknecht fast sparen. Mit wüsten Pöbeleien ob eines fatalen Pfiffes von Schiedsrichter Stegemann stapfte der Trainer in die gewässerte Kabine. "Die ganze Saison ist im Arsch, deswegen hasse ich die Relegation", tobte Lieberknecht.

Torsten Lieberknecht heizte den Fans nach der Partie schon mal für das Rückspiel ein. Zweitliga-Spieltag bei Hannover 96 (0:1) Mitte April benachteiligt, als ebenfalls Stegemann eine elfmeterwürdige Szene übersah. Wolfsburgs Torjäger Mario Gomez hatte durch diesen Strafstoß in der 35. Minute den 1:0-Siegtreffer erzielt.

Im Nachbarschaftsduell beim VfL nun entschied Stegemann mit einem fatalen Fehler das Spiel zugunsten des VW-Clubs. Es wäre "besser gewesen, auf den Pfiff zu verzichten", sagte er beim TV-Sender Sky. "Insbesondere die Kameraperspektive von hinten zeigt, wie der Arm nach hinten weg schwingt", bekannte Stegemann.

Wolfsburgs personifizierter Lebensversicherung war dies reichlich egal.

Vor dem Elfmeterpfiff hatte der Unparteiische zudem ein klares Handspiel von Gomez selbst im Eintracht-Strafraum übersehen. "Ich weiß nicht, ob es danach ein Elfmeter war, aber das ist mir auch völlig egal". Der 31-Jährige hatte noch in der Winterpause allerdings auch geunkt: "Wir werden in der Rückrunde besser sein".

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