Spanien-GP: Die Gewinner und die Verlierer

Dürfen Bottas und Hamilton auch in Baku jubeln

Doch der Mercedes-Star hält seinem Druck stand: "Sebastian war wirklich sehr sehr nahe dran". Wer dachte, das bedeutet in diesem Jahr einen Freifahrtsschein für Vize-Weltmeister Lewis Hamilton, wurde von Ferrari längst eines Besseren belehrt. Für Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen ist das spannende Startschlammassel gleichzeitig auch das Ende aller Hoffnungen. Hamilton wechselte seine Pneus zum zweiten Mal in Runde 37, einen Umlauf später kam Vettel - und bei Ausfahrt des Heppenheimers berührten sich die WM-Favoriten erstmals in dieser Saison, Vettel blieb knapp vorn.

"Daily Mirror": "Lewis Hamilton schnappt sich einen spektakulären Sieg beim Großen Preis von Spanien und verkürzt den Vorsprung seines Rivalen Sebastian Vettel in der Weltmeisterschaft".

Vettel zog schnell auf mehr als zwei Sekunden davon und nahm Hamilton damit das Recht, per DRS mit flach gestelltem Heckflügel auf den langen Geraden schnell aufzuschließen. 2014 gelang Hamilton sein bislang einziger Sieg in Barcelona. Das Klassement führt vor dem fünften von 20 Saisonläufen morgen Vettel an, 13 Punkte dahinter liegt Hamilton. "Natürlich haben sie ihn als Bremsblock draußen gelassen, damit ich Zeit verliere", sagt Vettel im Nachhinein.

Zunächst ist erst einmal Vettel geflogen. Lewis Hamilton kam dabei selbst gar nicht so schlecht von der Pole Position weg, doch Vettel verfügte einfach über die bessere Traktion und schnappte sich so Platz eins. "Pass auf in Kurve neun, da bläst der Wind von hinten", riet der Ingenieur. "Es hat bis auf den Start alles gepasst". Wir müssen in der ersten Kurve vorne sein. Einige Fahrer nutzten die Chance, um sich frische Reifen zu holen. Der Ferrari beschleunigte allerdings stärker. Immerhin: Ricciardo fuhr rundengleich mit den zwei Protagonisten ins Ziel.

"Daily Mail": "Vielleicht hätte sogar Ernest Hemingway über das sportliche Männlichkeitsgehabe gestaunt, dass Lewis Hamilton und Sebastian Vettel am Sonntag auf dem Circuit de Catalunya gezeigt haben".

Mit Daniel Ricciardo im Red Bull-Renault befand sich nach 66 Runden nur noch ein Fahrer in der gleichen Runde: Der Australier wurde mit über einer Minute Rückstand Dritter. "Das hat Valtteri das Rennen und wertvolle Punkte gekostet", meint Toto Wolff, während Aufsichtsratsvorsitz Niki Lauda Mitleid mit seinem Piloten hat: "Das hat er nicht verdient".

Held der spanischen Zuschauer war Fernando Alonso. Als Verstappen und Räikkönen auf die Strecke zurückkehrten, musste Felipe Massa ausweichen. Insofern war es etwas schade, dass er nun über die Steine holperte. So gut war der Asturier in dieser Saison in vier Anläufen nicht annähernd gewesen.

Gazzetta dello Sport: "Der Kampf um den WM-Titel ist immer mehr eine Angelegenheit zwischen Hamilton und Vettel, ein zähes Duell nach dem Vorbild epischer Rivalitäten wie jene zwischen Federer und Nadal oder zwischen Ronaldo und Messi".

In Runde 27 bog schliesslich auch Bottas an die Box ab, um die weiss markierten, mittelharten Reifen aufziehen zu lassen.

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