Streit beim G7-Gipfel mit Trump - Verhandlungen über Nacht

Immerhin bei der Terror-Bekämpfung sind sich die G7 einig Donald Tusk Justin Trudeau Angela Merkel Donald Trump Theresa May Paolo Gentiloni Emmanuel Macron Shinzo Abe und Jean Claude Juncker nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen E

"Wir schwächen unsere Sanktionen gegen Russland nicht ab", sagte der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Gary Cohn, beim G7-Gipfel. EU-Ratspräsident Donald Tusk sprach daher unmittelbar vor Beginn des Treffens von "einem der herausforderndsten G7-Gipfel seit Jahren".

Taormina. US-Präsident Donald Trump blockiert die Gruppe der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7).

Aus Angst vor Randale wurden Geschäfte und Restaurants in Giardini Naxos dennoch schon am Freitag verbarrikadiert.

In Taormina erwarteten die G7-Partner auch Aufschluss über die Position Trumps zum Pariser Klimaschutzabkommen, in dem sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern.

Befürchtet wird, dass sich die G7-Länder USA, Japan, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Kanada sowie Gastgeber Italien nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner verständigen können oder die Abschlusserklärung sogar hinter bisherige Vereinbarungen zurückfällt.

Wegen Trumps Widerstand aber auch Differenzen mit anderen G7-Staaten musste Gastgeber Italien heftige Abstriche an seiner Agenda machen.

Bisher hatten die neue US-Regierung auch im Kreis der grossen Industrie- und Schwellenländer (G20) ein Bekenntnis blockiert.

Der US-Präsident sei "von allen" anderen G7-Staaten aufgefordert worden, das historische Klimaabkommen von Paris nicht aufzugeben, sagte Merkel. Trump betone allein Sicherheitsbedenken. G7-Gastgeber Italien will dann über Migration und den Kampf gegen Hungersnöte reden. Auch in der Handelspolitik droht die US-Regierung eine gemeinsame Haltung zu verhindern.

Schnell einigten sich die G7 am Freitag unter dem Eindruck des Selbstmordanschlags von Manchester auf eine gemeinsame Erklärung zum Kampf gegen den Terror: Sie drängten Telekommunikationsanbieter und soziale Medien, "ihre Bemühungen gegen terroristische Inhalte bedeutend steigern".

Aktivisten hatten eindringlich an die G7 appelliert, mehr Geld für den UNO-Hilfsappell zur Verfügung zu stellen.

Die G-7 müssten an diesem Samstag liefern, forderte Friedrike Röder von der Entwicklungsorganisation ONE. Die G-7-Gruppe sei ein Forum für kollektive Entscheidungen, sagte ein Vertreter von Oxfam. Im Abschlusskommuniqué wird auf Forderung Amerikas nur ein kurzer Passus zu Flüchtlingen aufgenommen, der Sicherheitsfragen hervorhebt. Auch wurde vor einem "Reinfall" des Gipfels gewarnt.

"Es kann zu einem Szenario mit dem "Gesetz des Dschungels" führen, in dem die Ärmsten und die Verletzlichsten am meisten verlieren", sagte Serena Carta von "Global Call to Action Against Poverty" (GCAP). Das dürfe aber nicht als Entschuldigung benutzt werden, sich vor Verantwortung zu drücken.

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