Telekom-Angebot illegal? | Verbraucherschützer fordern Ende von "StreamOn"

Telekom-Angebot illegal? | Verbraucherschützer fordern Ende von

Jedoch gilt das Angebot nur für Partner der Telekom, kleinere Streamingdienste haben das Nachsehen.

"Das Stream-On-Geschäftsmodell der Deutschen Telekom verletzt die Netzneutralität", begründete vzbv-Medienexperte Florian Glatzner die Vorbehalte gegen die zunächst nutzerfreundlich scheinende Initiative des Bonner Konzerns.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Deutschland hat die Bundesnetzagentur heute aufgefordert, den neuen Datentarif "StreamOn" der Deutschen Telekom zu verbieten.

Der VZBV schätzt, dass die volumenmäßig beschränkten Tarife künftig extra verteuert würden, damit die Kunden in Angebote wie "StreamOn" wechseln. Diese verringere nämlich "auf lange Sicht die Wahlfreiheit der Verbraucher bei Streamingdiensten", führe zu höheren Mobilfunkpreisen und wirke sich "negativ auf Innovationen aus". Zero-Rating-Angebote stünden dem eher entgegen, denn sie machten teure Angebote mit begrenztem Datenvolumen attraktiver.

Mit Zero-Rating-Angeboten können Mobilfunkanbieter festlegen, dass die Nutzung bestimmte Dienste, etwa Video- oder Audiostreams, nicht auf das Datenvolumen der Kunden angerechnet wird. Die Option sei zwar kostenlos, heißt es beim vzbv. Bei Stream On ist entscheidend: Jeder Anbieter von Musik- oder Videostreaming kann bei uns Partner werden, und die Partner müssen uns auch nicht bezahlen.

Das StreamOn-Angebot der Deutschen Telekom verstößt gegen die Regeln der Netzneutralität. Sie führt dazu gerade eine Konsultation durch.

Kleinere, neue Anbieter, die es ohnehin schwer haben, sich gegen die etablierten Plattformen zu behaupten, bekommen so noch größere Probleme.

Golem hat auf eine Anfrage an die Telekom dann folgende Antwort erhalten: "Die Telekom steht für das offene und freie Internet, und wir halten uns an die Regeln zur Netzneutralität, wie sie die EU definiert hat". "Das führt dazu, dass weniger Anbieter den Markt und damit auch Inhalt und Preise bestimmen". Denn so werden andere Mitbewerber auf dem Markt benachteiligt. Der Podcaster Timo Hetzel ("Bits und so") dürfte dies bestätigen können: Er verwarf aufgrund der drohenden Kosten und Ungewissheiten jüngst die Idee rasch wieder, sich für Stream On zu bewerben.

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