Trump sieht seltene Chance für Nahost-Frieden

Tausende Israelis haben in Tel Aviv für ein Ende der seit 50 Jahren andauernden Besatzung der Palästinensergebiete demonstriert.

Am Vormittag war Trumps Konvoi die kurze Strecke nach Bethlehem gefahren - das Programm bei den Palästinensern beschränkte sich auf eine Unterredung mit Abbas, und es blieb nicht einmal Zeit für einen Besuch der Geburtskirche. Zwar besuchte er als erster amtierender US-Präsident die Klagemauer in Jerusalems Altstadt - das hat große Symbolkraft. Überschattet wurde sein Besuch von einer neuen Messer-Attacke bei Jerusalem. Der Angreifer sei getötet worden. Die Ehefrauen Melania Trump und die zum Judentum konvertierte Ivanka Kushner mussten separat in dem für Frauen vorgesehenen Abschnitt zur Mauer, wo Kushner die Gelegenheit für ein rasches Gebet nutzte. Auch gegenüber Netanjahu lautete Trumps Standpunkt, dass eine Lösung des Konflikts einer Auslöschung des Islamischen Staates gleichkäme. Die noch unbekannten Verantwortlichen des Selbstmordangriffs bezeichnete der US-Präsident als "Verlierer", die einer bösartigen Ideologie folgen. Vor Israel hatte er die saudische Hauptstadt Riad besucht, am Dienstag will er weiter nach Rom fliegen. "Wir wissen, dass Frieden möglich ist, wenn wir uns zusammen verpflichten, die Krise zu lösen", so Trump in seiner Rede im Israel-Museum.

"Es ist wunderbar, hier zu sein", sagte Trump.

Aber auch Netanjahu darf Trump nicht begleiten, als er anschließend unter massivem Begleitschutz seiner Bodyguards zur Klagemauer pilgert. Es war die erste Auslandsreise des Präsidenten, die ihn zunächst nach Saudi-Arabien, dann ins Heilige Land und später nach Europa führte.

Der US-Präsident bekräftigte zum Abschluss seiner Reise in Nahost einen ewigen Anspruch der Juden auf das Heilige Land. Abbas übergab einen Brief der Familien der Häftlinge an Trump.

Trump lobte Abbas dafür, an dieser Zusammenkunft teilgehabt zu haben und für dessen Zusicherung, sich ebenfalls des Kampfes gegen den Terrorismus annehmen zu wollen. "Unter euren arabischen Nachbarn wächst die Erkenntnis, dass sie eine gemeinsame Sache mit euch eint, nämlich die Bedrohung aus dem Iran", sagte Trump. Saudi-Arabien sei ein feindliches Land, heißt es aus der Regierung. Wie Trump zu einer Lösung beitragen will, sagte er jedoch nicht. Trump schüttelte der betagten Margot Herschenbaum die Hand, deren Schwester als 16-Jährige ermordet worden war. Netanyahu sagte, man könne den Iran gemeinsam zurückdrängen und ihn daran hindern, eine Atommacht zu werden. Zum ersten Mal im Leben sehe er eine Chance auf Veränderung. Münden könnte das Ganze in eine von Washington bereits in Aussicht gestellte regionale Friedenskonferenz, vielleicht schon in diesem Sommer.

Rivlin beschwor die Hoffnung auf Frieden zwischen den drei großen monotheistischen Weltreligionen.

Der Besuch fällt mit den Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung Jerusalems vor 50 Jahren zusammen, die schon am Sonntagabend feierlich eröffnet worden sind. Trotz schwerer Verfolgung habe es das jüdische Volk geschafft, wieder zu gedeihen. Aber die knallharte Interessenspolitik, die damit einhergeht, bringt zumindest frischen Wind in die erstarrten Verhältnisse im israelisch-palästinensischen Konflikt. Mit dem Redezettel vor der Nase betet er die palästinensischen Positionen herunter vom Staat in den Grenzen von 1967 bis zu Ostjerusalem als Hauptstadt. Davor hatte Obama Israel zuletzt offiziell im März 2013 zum ersten Mal besucht. Neun Palästinenser wurden am Montag verletzt, als sie an diversen Checkpoints im Westjordanland Solidaritätskundgebungen für die Häftlinge abhielten, die sich seit mehr als einem Monat in israelischen Gefängnissen im Hungerstreik befinden. Sie fordern bessere Haftbedingungen.

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat bei seiner Ankunft in Israel die Möglichkeit des Friedens betont.

Israels Sicherheitskabinett hat unmittelbar vor Trumps Besuch als Geste des guten Willens eine Reihe von Erleichterungen für die Palästinenser gebilligt.

Israel betrachtet die Jerusalemer Altstadt als integralen Bestandteil seines Staats.

Das Treffen mit dem Papst wird mit Spannung erwartet, da sich die Positionen des katholischen Kirchenoberhauptes und des Republikaners insbesondere mit Blick auf die Themen Migration und Umweltschutz grundsätzlich unterscheiden.

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