US-Präsident Donald Trump zu Besuch bei Papst Franziskus

Genua San Lorenzo 27. Mai 2017

Trump wurde nicht wegen seiner Frömmigkeit Präsident, sondern trotz ihrer Abwesenheit.

Die italienische Tageszeitung "La Repubblica" bringt am Donnerstag weitere Details zum Gespräch Trumps mit dem Papst.

US-First Lady Melania Trump lächelt im Vatikan.

Überhaupt steht der komplette Lebensentwurf des US-Präsidenten dem entgegen, woran Franziskus glaubt.

Und auch Dianas Nachfolgerin an der Seite von Charles, Camilla, trug einen schwarzen Schleier, als sie Papst Benedikt XVI. traf.

Zweite wichtige Forderung Trumps an die NATO-Verbündeten ist die Erhöhung der Verteidigungsaufgaben auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Besuch sei ihm eine "große Ehre", sagte Trump am Mittwoch.

So lange - oder so kurz - sprachen Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump bei ihrem ersten Treffen.

Per Handschlag grüßten sich der 70-jährige Republikaner und das Katholiken-Oberhaupt und posierten für ein Foto.

►"Danke, danke, ich werde nicht vergessen, was Sie gesagt haben!" Konkrete Gesprächsinhalte wurden nicht bekanntgegeben.

Der Papst schenkte dem US-Präsidenten neben seinen Enzykliken eine gebundene Ausgabe seiner Ansprache zum 50.

Der Frieden war also das Thema, das Franziskus, der politische Papst, in den Mittelpunkt des Dialogs mit dem amerikanischen Präsidenten stellte. Das "extra3 Magazin" hatte da aber so eine Vermutung und twitterte ein Bild, auf dem Trump per Sprechblase in den Mund gelegt wird: "Nehmen Sie mir die Beichte ab?" und der Papst antwortet: "Bedaure, dafür reicht meine Amtszeit nicht aus".

Der Besuch war mit Spannung erwartet worden, weil sich die Haltung der Beiden vor allem bei Themen wie Migration und Umweltschutz wesentlich unterscheidet. "Es ist eine gute Übung für Europa und auch für den Papst, von Trump zu hören", sagte Lee aus Alabama. Er überreichte Franziskus eine Box mit Büchern von Martin Luther King sowie eine Bronze-Skulptur.

Die Präsidentengattin Melania Trump trug dem vatikanischen Protokoll entsprechend ein über die Knie reichendes schwarzes Kleid und einen schwarzen Schleier über dem Haar. Melania und Ivanka Trump unterhielten sich mit einigen Prälaten, etwa dem Präfekten des päpstlichen Hauses, Bischof Georg Gänswein.

Papst Franziskus wirkte zum Ende der Audienz gelöster als zu Beginn, als er während eines ersten Fototermins ernst zu Boden geblickt hatte. Und immer wieder ruft er zu Solidarität mit Migranten auf, während Trump ihnen gerne die Einreise in die USA verwehren würde. Im vergangenen Jahr hatten sie sich außerdem in der Debatte um eine Mauer an der Grenze zu Mexiko kritisiert. Trump zeigte sich beeindruckt von Franziskus. Trump nannte diese Äußerungen des Papstes schändlich. Trump äußerte sich ähnlich. "Die Welt braucht Frieden", sagte Trump, der selbst mit Religion nicht viel am Hut hat. Er bezeichnet sich als Protestant oder Anhänger einer "wunderbaren Religion". Mit dem christlichen Gedanken der Vergebung kann Trump nach eigenem Bekunden nichts anfangen. Anschliessend reist Trump weiter nach Brüssel, wo am Nachmittag tausende Menschen gegen seinen Besuch demonstrieren wollen. Die Sicherheitsmassnahmen um den Petersdom herum seien ohnehin maximal, da am Mittwoch kurz nach dem Besuch Trumps die allwöchentliche Generalaudienz stattfinde, teilte die Polizei in Rom mit. Die First Lady erhielt beim Papst einen goldenen Rosenkranz zur Erinnerung geschenkt, den sie ihm in einer spontanen Geste hinhielt, worauf Franziskus den Rosenkranz segnete. Von der schmalen Melania Trump wollte er möglicherweise unter Anspielung auf ihren umfänglicheren Ehemann wissen, was sie ihm zu essen gebe.

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