VfL Wolfsburg in der Klosterpforte: "Watergate" aufgelöst

Eintracht schimpft über Elfer Geschenk und Psychotricks

Als Sascha Stegemann das Hinspiel der Bundesliga-Relegation am Donnerstagabend in Wolfsburg nach gut 93 Minuten beendete, musste man Schlimmstes befürchten. Die Polizei sah sich gezwungen, Wasserwerfer einzusetzen.

"Es gibt noch ein zweites Spiel, das wissen wir alle", sagte Lieberknecht mit funkelnden Augen und schob hinterher: "Montagabends in Braunschweig - da weiß man schon, was da los ist. Deswegen hasse ich diese Relegation", schimpfte Braunschweigs Trainer nach dem Spiel in den Katakomben. Wie die Bild berichtet, hat der Nationalspieler eine Klausel in seinem Vertrag stehen, die es ihm ermöglicht, bei Abstieg selbst über seine Zukunft entscheiden zu können.

Während noch immer die Elfmeter-Fehlentscheidung von Schiedsrichter Sascha Stegemann allgegenwärtig ist, ärgern sich auch die Wolfsburger über den Referee.

Das Rückspiel findet am Montag (20.30 Uhr/ARD und im n-tv.de Liveticker) beim Zweitligisten statt.

Braunschweigs Gustav Valsvik hatte den Ball aus kürzester Distanz an den Arm gebolzt bekommen - ausweichen unmöglich. "Insbesondere die Kameraperspektive von hinten zeigt, wie der Arm nach hinten weg schwingt", bekannte Stegemann.

Vor dem Elfmeterpfiff hatte der Unparteiische zudem ein klares Handspiel von Gomez selbst im Eintracht-Strafraum übersehen. Trainer Andries Jonker verwies nur auf einige Entscheidung gegen sein Team in der Bundesliga-Saison. "Jeder hat die Situation gesehen", sagte Lieberknecht in ruhigem Ton, der Elfmeterpfiff tue deshalb "extrem weh".

Gomez war es reichlich egal. Sie plädierten eher auf ausgleichende Gerechtigkeit, Gomez etwa, der bemerkte, er hätte "allein in dieser Saison fünf Elfmeter bekommen müssen".

In einem Sport1-Interview meint Eintracht-Sportchef Marc Arnold: "Das war schon sehr erstaunlich: Offensichtlich muss da ja jemand in unserer Kabine gewesen sein. Vielleicht ist die Sprinkleranlage angegangen", sagte Manager Arnold nach dem Spiel. Der 31-Jährige hatte noch in der Winterpause allerdings auch geunkt: "Wir werden in der Rückrunde besser sein".

Torsten Lieberknecht erklärt: "Da ist in der Kabine irgendwas falsch gelaufen". "Und das werden wir schaffen", kündigte Gomez an. Es blieb das einzige Tor, die entscheidende Szene des Spiels.

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