Weitere Festnahmen nach Manchester-Attentat

22 Todesopfer forderte der Anschlag

Die britische Polizei hatte nach eigenen Angaben am Dienstag und Mittwoch insgesamt fünf Männer im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen.

Die Anti-Terror-Behörde wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht zu den Vorwürfen äußern. "Die präsentierten Bilder und Informationen waren weder grausam noch respektlos gegenüber den Opfern", teilte ein Sprecher der Zeitung am Donnerstag auf Nachfrage mit.

Manchester - Nach dem Terroranschlag auf Besucher eines Popkonzerts in Manchester sucht die Polizei nach Unterstützern des Attentäters. Der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, erklärte, er gehe davon aus, "dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen".

Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde am Mittwoch noch ein jüngerer Bruder des mutmaßlichen Attentäters in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen. 22 Menschen kamen am Montag ums Leben, 59 mussten teilweise lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. 56 Menschen starben, 700 wurden verletzt. Die Polizei in Düsseldorf und die NRW-Sicherheitsbehörden unterstützten die Ermittlungen der britischen Behörden zum Anschlag in Manchester, hieß es. Frankreichs Innenminister Gérard Collomb nennt das unter Berufung auf britische Ermittler "erwiesen", seine britische Amtskollegin Amber Rudd widerspricht aber. Medienberichten zufolge ist Abedi 1994 in Manchester geboren worden und hat in der nordenglischen Stadt studiert.

Das Video konnte nicht abgespielt werden.

Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Salman Abedi für den Anschlag auf ein Popkonzert verantwortlich. Das bedeutet, dass es einen weiteren Anschlag geben könnte. Einer der Festgenommenen soll der Bruder des Selbstmordattentäters Salman Abedi sein. Hachem Abedi habe ausgesagt, dass er ebenso wie sein Bruder Salman der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat angehört und sich während der Vorbereitungen zu dem Anschlag in Großbritannien aufgehalten hat, teilte die Polizei der libyschen Einheitsregierung am Mittwoch mit. "Wir glauben nicht daran, Unschuldige zu töten". Einige Familienmitglieder sollen kürzlich nach Libyen zurückgekehrt sein. Er habe dabei "normal" geklungen und sei bereits vor eineinhalb Monaten in Libyen gewesen.

Der Vater soll früher nach Angaben des ehemaligen libyschen Sicherheitsbeamten Abdel-Basit Harun einer al-Qaida-nahen Extremistengruppe in Libyen angehört haben.

Der Imam der Moschee, Mohammed Saeed El-Saeiti, erinnert sich an Abedi als einen gefährlichen Extremisten.

Demnach soll er nur vier Tage vor dem verheerenden Terroranschlag von Düsseldorf aus nach Manchester eingeflogen sein. Erklärung May Bürgermeister Manchester auf Twitter Greater Manchester Police Twitter Manchester Arena Twitter The Guardian Live zur Explosion Innenministerium Großbritannien Twitter Greater Manchester Bürgermeister Andy Burnham Twitter Offizielle Website Manchester Offizielle Website Manchester Arena Premierministerin Theresa May Twitter Ariana Grande Twitter Royal Family Twitter Polizei Manchester auf Twitter Queen-Erklärung Bericht der "Manchester Evening News" Eine Bombe gegen "Kreuzfahrer": IS hinter neuem Attentat? Beiden Medien zufolge war Abedi auch bereits 2015 in Deutschland und flog von Frankfurt nach Großbritannien. Das Management von Teenie-Idol Grande gab bekannt, dass die Sängerin ihre Welttournee bis zum 5. Juni unterbrechen werde.

Das Selbstmordattentat von Manchester hat weltweit Trauer und Empörung hervorgerufen. Dutzende wurden verletzt, unter den Toten sind viele Kinder und Jugendliche.

Das bislang jüngste Todesopfer der Attacke auf die Konzerthalle in Manchester war ein achtjähriges Mädchen.

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