Zeitung: Kushner hat geheimen Draht zum Kreml erwogen

Schließen     
                          Kushner ist einer von Trumps engsten Beratern. – APA  AFP  BRENDAN SMIALOWSKI

In den Wochen vor dem Amtsantritt Trumps als US-Präsident soll sich sein Schwiegersohn gemäss der "Washington Post" um die Einrichtung eines solchen Gesprächskanals mit Moskau bemüht haben.

Botschafter Kisljak habe sich über Kushners Vorschlag für die Einrichtung eines geheimen Gesprächskanals verwundert gezeigt, heisst es im Bericht der "Washington Post".

Die Enthüllungen über die Russland-Kontakte von Donald Trumps Wahlkampflager werden immer detaillierter, das Dickicht an Informationen immer undurchsichtiger. Entsprechende Gespräche habe er im Dezember 2016 mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, geführt - also nach der Wahl seines Schwiegervaters zum US-Präsidenten, aber vor dessen Vereidigung. Zu diesem Zeitpunkt war der neu gewählte Präsident Trump noch nicht im Amt.

Den Berichten zufolge soll Kushner vorgeschlagen haben, die russische Botschaft in Washington für die Kommunikation zwischen Trumps Übergangsteam mit dem Kreml zu nutzen.

In der Affäre um eine mögliche Einflussnahme Russlands auf die Präsidentschaftswahl in den USA steht Kushner neuerdings im Visier der Ermittler. Der Botschafter soll darüber "verblüfft" gewesen sein, schrieb die Washington Post. Er habe den Plan an Moskau weitergeleitet. Der Geheimdienstausschuss des Senats forderte das Trump-Team laut "Washington Post" auf, alle Dokumente mit Russland-Bezug zu sammeln und herauszugeben, die seit dem Beginn seiner Bemühungen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur im Juni 2015 aufgelaufen seien.

Bei dem Gespräch mit Kisljak, bei dem auch Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn, zugegen gewesen sein soll, wurde der Zeitung zufolge auch ein Treffen zwischen einem Gesandten Trumps mit einem russischen Kontakt in einem Drittstaat vereinbart.

Kisljak soll mit Befremden reagiert haben - eine solche Unternehmung hätte auch für die russische Seite ein Sicherheitsrisiko dargestellt.

Das Weisse Haus wollte sich zu dem Zeitungsbericht nicht äussern. Ein geheimer und sicherer Draht hätte gewährleisten sollen, dass die Kommunikation abgeschottet bleibt. Der Präsidentenberater soll sich Medienberichten zufolge für einen geheimen Hinterzimmerkanal zwischen Trump und Putin ausgesprochen haben. Für den Artikel berief sich die Zeitung auf US-Vertreter, die Geheimdienstinformationen über abgefangene Kommunikation nach Russland einsehen konnten.

Die laufenden Untersuchungen der US-Bundespolizei über eine mögliche russische Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftwahl betreffen neben Kushner vier weitere Mitarbeiter des Wahlkampfteams oder Berater von Trump.

Dabei handelt es sich um Ex-Sicherheitsberater Flynn, den früheren Kampagnenchef Paul Manafort, den republikanischen Parteistrategen Roger Stone und den zeitweiligen aussenpolitischen Berater der Trump-Kampagne, Carter Page. Das berichten übereinstimmend Washington Post und New York Times. Am 9. Mai hatte Trump FBI-Chef James Comey entlassen, der ebenfalls wegen möglicher illegaler Russland-Kontakte des Trump-Teams ermittelt hatte.

Für das FBI prüft Robert Mueller als Sonderermittler die Frage, ob das Trump-Lager während des Wahlkampfs und darüber hinaus Verbindungen zur russischen Regierung hatte und welcher Natur diese waren.

Related:

Comments

Latest news

Lottozahlen vom Samstag (27.05.2017)
Sie haben gewonnen, wenn Sie mindestens zwei Gewinnzahlen und die Superzahl richtig getippt haben. Die Gewinnsumme beträgt 50 Prozent des Spieleinsatzes und verteilt sich auf neun Gewinnklassen.

Manchester IS nimmt Anschlag in Manchester für sich in Anspruch
Bei dem Selbstmordattentat waren in der Nacht 22 Menschen getötet und fast 60 weitere verletzt worden . Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS ) hat den Anschlag in Manchester für sich in Anspruch genommen.

BVB im Pokal-Finale mit Schmelzer
Er hatte sich vor dem letzten Liga-Spiel am vergangenen Wochenende eine Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel zugezogen. Die Eintracht startet ohne ihren Kapitän Alexander Meier .

Helene Fischer trägt heute Abend beim DFB-Pokal ein gang besonderes Outfit
Ihr neues Album "Helene Fischer" ist nach nur wenigen Tagen bereits mehr als 300 000 verkauft worden. Sie trägt ein zweigeteiltes Trikot, halb Eintracht Frankfurt, halb Borussia Dortmund.

Alexander Zverev erreicht Halbfinale in Rom
Die Estin bekommt es nun in der zweiten Runde mit der Weltranglisten-Ersten Kerber zu tun, die zunächst ein Freilos hatte. Tennis-Youngster Alexander Zverev und Tommy Haas haben den Start beim Turnier in Rom mit einiger Mühe überstanden.

Other news