Bericht: Attentäter reiste von Düsseldorf nach Manchester

London vor dem Westminster Palast und dem Big Ben

Erstmals seit zehn Jahren wurde die höchste Terror-Warnstufe in Großbritannien ausgerufen. Auch die britischen Ermittler gehen inzwischen eindeutig von einer Gruppe rund um Abedi aus. Er hatte bei dem Attentat am Montag 22 Menschen mit den Tod gerissen, unter ihnen Kinder und Jugendliche.

Nach dem Anschlag von Manchester mit 22 Todesopfern sucht die Polizei derweil weiter nach möglichen Komplizen des Attentäters. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst zwar bekannt, er sei zuletzt aber nicht mehr regelmäßig überprüft worden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. Er sei bei Durchsuchungen in der Stadt Nuneaton, rund 120 Kilometer von Manchester entfernt, gefasst worden, teilte die Polizei per Twitter mit. Zudem durchsuchten sie zwei weitere Häuser in Moss Side und bei St. Helens westlich von Manchester. Damit befänden sich nun sechs Männer und eine Frau in Gewahrsam, darunter ein Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters.

US-Außenminister Rex Tillerson gab unterdessen seinem Bedauern über die Veröffentlichung heikler Informationen zum Terroranschlag von Manchester in den USA Ausdruck. "Diese Leaks sensibler Informationen sind eine ernste Bedrohung unserer nationalen Sicherheit", sagte Trump in Brüssel. Nach einer Aussprache mit ihren US-Kollegen nahmen die britischen Beamten den Informationsaustausch am Freitag wieder auf. Bislang wurden in Großbritannien und Libyen sieben Menschen festgenommen, unter anderem der Vater und die beiden Brüder des Hauptverdächtigen.

Blumen auf dem St Ann's Square in Manchester nieder. Die Mutter von Olivia trägt ein frisches Tattoo in Form einer Biene einem Symbol für M

Eine mit den Ermittlungen vertraute Person sagte, der Bau der bei dem Anschlag am Montagabend verwendeten Bombe erfordere ein gewisses Fachwissen. Aus britischen Regierungskreisen verlautete, dass man aufgebracht sei.

Dazu sagte Sicherheitsminister Ben Wallace der BBC am Freitag: "All diese Menschen. müssen wir uns ansehen".

Am Donnerstagmittag gab es eine Schweigeminute im ganzen Land für die Opfer der Attacke.

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