Erster grosser Turniersieg für Alexander Zverev

Alexander Zverev

Kurz nach der klaren Final-Niederlage gegen den 20-jährigen Alexander Zverev in Rom verkündet Novak Djokovic, der sich zu Beginn des Jahres von seinem Trainer Boris Becker getrennt hat und am 6. Mai den restlichen Betreuerstab um Fitnesstrainer Beghard Gritsch und Physiotherapeut Miljan Amanovic entlassen hat, wer ihm in Zukunft zur Seite stehen wird. Ein groß aufspielender Alexander Zverev besiegte Djoković, der am Tag nach der Thiem-Demontage völlig von der Rolle war, klar 6:3, 6:4.

Rom soll also nur der Anfang gewesen sein. "Wenn das gegen so einen Gegner wie Djokovic passiert, dann ist das Ergebnis die logische Folge davon", so Thiem, der festhält: "Er hat heute natürlich sehr gut gespielt, aber man muss sagen, dass ich weit unter meiner Normalform war und ich viel zu wenig Gegenwehr geleistet habe". In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren gehörte der 47-jährige Amerikaner zu den dominierenden Spielern auf der Tour. Wenn es in Melbourne, Paris, Wimbledon oder New York richtig ernst wird, war er immer schon wieder zu Hause. Was allerdings in seinem Alter nicht ungewöhnlich ist. Beim Grand Slam im Nachbarland erreichte er allerdings noch nie die zweite Runde. Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am kommenden Sonntag in Paris, die Qualifikation läuft schon. Zverev schickt sich an, dies umzusetzen. Das fand auch Becker: "Ich war sehr beeindruckt von der Gelassenheit, Ruhe und Konzentrationsfähigkeit in seinem vielleicht wichtigsten Match bislang".

Vor einem Jahr war Alexander "Sascha" Zverev noch 48.in der Weltrangliste. Als ihm der Australier den Pokal überreichte, konnte Zverev die Tränen der Rührung nicht mehr verbergen: "Ich bin überwältigt", sagte er.

Hin und wieder steht er sich mit dieser Art noch selbst im Weg, wie zuletzt in Madrid, als er gegen Pablo Cuevas im Viertelfinale die Partie noch aus der Hand gab. Sie ist seit einiger Zeit dabei, die Generation um den Hamburger zu pushen, um neue Gesichter für die Zeit nach Federer, Nadal, Djokovic und Murray zu entwickeln. Erstmals richtet sie in diesem Jahr deshalb eine Art Mini-WM für die Youngster auf der Tour aus.

Von den "jungen Wilden", die die ATP gerne im Twitter-Duktus als #NextGen vermarktet, ist Zverev nun eindeutig die heißeste Nummer. Allerdings könnten die jüngsten Erfolge zum Problem werden.

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