Mord an deutscher Frau in Kabul weiter ungeklärt

Ein Soldat sperrt in Kabul den Schauplatz eines Anschlags ab. Nun wurde in der afghanischen Hauptstadt eine Deutsche getötet

Das Auswärtige Amt in Berlin hat den gewaltsamen Tod einer deutschen Entwicklungshelferin in Afghanistan bestätigt. "Wir können nicht sagen, ob der Zwischenfall einen kriminellen oder terroristischen Hintergrund hat, aber eine Untersuchung läuft", sagte der Sprecher des Innenministeriums. Die Frau habe in dem Gästehaus gelebt, das am späten Samstagabend überfallen worden sei.

Kabul (dpa) - Die afghanischen Behörden haben nach offiziellen Angaben die Ermittlungen im Fall der in Kabul ermordeten deutschen Entwicklungshelferin an den Geheimdienst NDS übergeben. Eine finnische Frau wurde entführt. Nach Angaben des zuständigen Gouverneurs hatten die Islamisten gleichzeitig mehrere Polizeiposten angegriffen. Sicherheitsexperten aus der NGO-Szene halten es für möglich, dass die Täter zu Kabuls gefährlicher Kidnapping-Mafia gehörten. Zudem sei bei dem Angriff auf ein Gästehaus ein Wachmann umgebracht worden, sagte der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Nadschib Danisch, der Deutschen Presse-Agentur weiter. Unter den Opfern sind auffallend viele Frauen. 2015 waren zwei Mitarbeiter der GIZ entführt worden. Die Frau war nach rund zwei Monaten freigekommen.

Bisher hatten die Entführer ihre Opfer in den meisten Fällen aus ihren Autos entführt. "Sollte die Mafia jetzt anfangen, auch in Gästehäuser einzubrechen, wäre das eine klare Eskalation", sagte ein internationaler Sicherheitsfachmann, der nicht genannt werden möchte, der dpa. Der Amerikaner und der Australier, die Professoren an der Amerikanischen Universität waren, sind allerdings mittlerweile in den Händen der Taliban.

Wegen der schlechten Sicherheitslage haben internationale Organisationen ihre Schutzmaßnahmen in der afghanischen Hauptstadt Kabul verstärkt. Sie zog in ein schwer gesichertes Lager am Stadtrand. Das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif war schon im Winter nach einem Angriff der Taliban in das deutsche Militärlager umgezogen.

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