Unfälle: Neues Drama am Mount Everest: Vier Tote

Der Flughafen von Lukla liegt rund 2800 Meter über dem Meeresspiegel. Er dient Touristen als Ausgangspunkt vor allem für den Mount-Everest-Trek und gilt als einer der gefährlichsten Airports der Welt. Quelle dpa

Es könnte sich um Bergsteiger handeln, die im vergangenen Jahr als vermisst gemeldet, aber bisher nicht gefunden worden waren.

Weitere Tote am Everest: Im letzten Lager vor dem Gipfel haben Rettungskräfte vier Leichen entdeckt.

Das Camp 4 ist das höchstgelegene Lager, das von Kletterern auf dem Weg nach oben genutzt wird. Es ist noch nicht geklärt, unter welchen Umständen die vier Männer starben.

Eine gute Nachricht kam am Sonntag aber vom blinden Bergsteiger Andy Holzer: Der Tiroler erreichte mit seinen zwei Begleitern Wolfgang Klocker und Klemens Bichler den Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest, wie er auf Facebook mitteilte. Doch diese Personen seien inzwischen im Basislager des Berges angekommen, so das nepalesische Tourismusministerium am Mittwoch. Insgesamt gab es in der diesjährigen Klettersaison am Everest bislang mindestens sechs Tote. Es liegt bereits in der Todeszone, wo auch die besten Bergsteiger praktisch nach jedem Schritt anhalten und atmen müssen. Lager 4 liegt auf rund 7950 Metern und ist der letzte Zufluchtsort für Bergsteiger, bevor sie sich an den Aufstieg auf den Gipfel des Everest machen. Immer wieder kommen Menschen auf dem Weg durch die Todeszone ums Leben.

Erneut sind mehrere Bergsteiger beim Versuch, den höchsten Berg der Welt zu bezwingen, ums Leben gekommen.

Viele Bergsteiger nutzen derzeit eine Wetterberuhigung zum Gipfelsturm, nachdem die Saison bisher von wechselhaftem, sehr windigem und ungewöhnlich kaltem Wetter geprägt war. Sie erlagen vermutlich der Höhenkrankheit. "Ein Grund dafür ist, dass viele Kletterer noch Lizenzen aus dem Jahr 2015 haben". Zunächst hatte man die Toten für zwei Ausländer und zwei einheimische Führer gehalten.

Der US-Kenner des Mount Everest Alan Arnette vermutete in seinem Blog, die vier Bergsteiger seien an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben, als sie in ihrem Zelt Gaskocher benutzt hätten. Ab Juni sorgt der Monsunregen für erschwerte Bedingungen.

Nepal stellte für diese Saison die Rekordzahl von 373 Genehmigungen für die Besteigung des Mount Everest aus. "Deswegen war es einfacher, den Gipfel zu erreichen, aber vielleicht hat das die Leute verwirrt und sie dachten, die Stufe sei weg".

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