Bär gesichtet - Wappentier kehrt in den Kanton Bern zurück

Dieser Bär wurde am 26. Mai in der Gemeinde Eriz

Im Kanton Bern ist ein Braunbär unterwegs: Im Eriz zwischen Emmental und Berner Oberland konnte die Anwesenheit des Raubtiers nachgewiesen werden, wie die kantonale Volkswirtschaftsdirektion bestätigt hat.

Am vergangenen Freitag wurde in der Berner Gemeinde Eriz ein Bär gesichtet.

Laut Reinhard Schnidrig, Leiter Sektion Wildtiere und Biodiversität beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) ist es wahrscheinlich, dass es sich um denselben Bären handelt. Möglicherweise handelt es sich um das Tier, dass sich im Kanton Uri aufgehalten hat. Bären können in kurzer Zeit grosse Distanzen zurücklegen.

"Das Wappentier ist in den Kanton Bern zurückgekehrt - das ist ein historischer Moment", lässt sich Jagdinspektor Niklaus Blatter im Communiqué des Kantons zitieren. Denn schliesslich handle es sich beim Bären um das Wappentier des Kantons Bern. Grundsätzlich sei der Kanton Bern auf den Bären vorbereitet.

Seit 2005 wandern immer wieder Bären aus Norditalien in die Schweiz ein. Die letzte Sichtung eines Bären im Kanton Bern datiert von 1823. Der Bär verhielt sich bisher sehr unauffällig. Ebenfalls ist offen, ob es sich um den Bären handelt, der im vergangenen Jahr mehrfach im Kanton Uri gesichtet wurde. Es sei aber auch eine Herausforderung: "Wir werden die Situation genau beobachten und so viele Fakten zusammentragen wie möglich".

Dabei handelt es sich laut der bernischen Volkswirtschaftsdirektion wohl um einen Bär, der anschliessend via Trun in die Innerschweiz vordrang. Dort wurde er auf dem Hoch-Ybrig (Kanton Schwyz) und im Kanton Uri registriert. "In fünf Minuten legt er eine Strecke zurück, für die ein geübter Berggänger eine halbe Stunde benötigt", sagt der Jagdinspektor Blatter.

Das hält Andreas Ryser, Wildtierbiologe und bei der Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA) in Muri bei Bern für Bären zuständig, für plausibel. Wenn es dieser Bär sei, sei er als Jungbär auf Wanderschaft und wohl via Susten und Brünig gekommen. "Es ist gut möglich, dass es dieser Bär ist", sagte er am Montag auf Anfrage. Der Bär gilt in der Schweiz als einheimische und streng geschützte Art.

Es gebe ja das nationale Bärenkonzept, und die Herdenschutzmassnahmen, welche gegen den Wolf nützten, hülfen gründsätzlich auch beim Bär.

Schon hat der Erizer Bär zu einem ersten politischen Vorstoss geführt: Der Unterlangenegger SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl hat nach eigenen Angaben Anrufe von besorgten Bauern aus der Gegend erhalten. Das teilte Krähenbühl am Montag mit.

Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern weist darauf hin, was beim Zusammentreffen mit einem Bären zu tun ist.

Melden Sie bitte umgehend jede Bärenbeobachtung (Beobachtung, Spur, Kot) dem Wildhüter oder dem Jagdinspektorat. Bleiben Sie ruhig stehen und machen Sie mit möglichst natürlichem Reden auf sich aufmerksam. Versuchen Sie auf keinen Fall, sich dem Bären anzunähern. Vielmehr gelte es, sich langsam zurückzuziehen, aber nicht zu rennen.

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