Fertigprodukte sollen weniger Salz, Zucker und Fett enthalten

Einkaufsregal in einem Supermarktdts

In Tiefkühlpizzen sollen in Zukunft weniger gesättigte Fettsäuren stecken. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf ein Strategiepapier des CSU-Politikers.

Wegen ihres hohen Gehalts an Salz, Zucker oder Fett und dem häufigen Konsum stünden etwa Brot, Joghurtprodukte, Frühstücksflocken, gesüßte Erfrischungsgetränke sowie Tiefkühlpizzen im Fokus. Mit der Strategie will Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt einen Beitrag gegen die steigende Zahl von Erkrankungen infolge falscher Ernährung leisten. Mit der Lebensmittelbranche werden dafür bis Mitte 2018 freiwillige Ziele für geänderte Rezepturen angestrebt. Bei der "Reformulierung", wie die Rezeptänderung in der Fachsprache heißt, solle zudem die Energiedichte der Produkte reduziert oder maximal erhalten werden. Ziel sei eine gesündere Ernährung auch für Menschen, die etwa durch mehr Informationen nicht erreicht würden. Betroffen seien sämtliche Fertigprodukte. In der deutschen Bevölkerung sei die Zufuhr von Zucker, Fett und Salz nach wie vor zu hoch, hieß es. Frühstückscerealien sollen zudem auch nicht mehr so viele gesättigte Fettsäuren beinhalten. Als Richtschnur sollen dabei Werte gelten, die die EU bereits vor Jahren ohne jegliche Verpflichtung für die Nationalstaaten formuliert hatte: Je nach Ausgangslage in den Mitgliedsländern sollten demnach 16 Prozent weniger Salz, insgesamt zehn Prozent weniger Fett und mindestens zehn Prozent weniger Zucker in Produkten enthalten sein.

Die Anpassung solle in "kleineren, kaum sensorisch bemerkbaren Reduktionen" erfolgen, wie es in dem rund 40-seitigen Papier heißt, das sich in der Ressortabstimmung befinde. Geschmack, Haltbarkeit und Qualität der Lebensmittel dürften nicht beeinträchtigt werden. Zudem dürfe eine Änderung nicht dazu führen, dass in dem Lebensmittel etwa Zucker durch "höherkalorisches Fett" ersetzt werde.

Das Ministerium setzt darauf, dass möglichst viele Hersteller mitmachen. "Sollten die Unternehmen keine ausreichende Bereitschaft signalisieren, müssen administrative Konsequenzen in Betracht gezogen werden". Schmidt verweist auf mehrere Studien, wonach Frauen 13,9 Prozent der täglich benötigten Energiezufuhr über zugesetzten Zucker decken, Männer 13 Prozent. In Deutschland ist mittlerweile fast jeder zweite Erwachsene übergewichtig, hinzu kommen immer mehr Patienten mit Diabetes oder mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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