Fest zum Ende des Kirchentags: 120.000 Christen feiern in Wittenberg

Eindrucksvolle Kulisse Kirchentags Altar auf den Elbwiesen in Wittenberg

Dafür wurde er auf der Elbwiese vor der Silhouette der Lutherstadt mit Schloss- und Stadtkirche bei prächtigem Wetter einer gigantischen Bühne ansichtig. Nach Makgoba sprachen Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.

Denn in Wittenberg veröffentlichte Martin Luther am 31. Oktober 1517 nun mal seine berühmten 95 Thesen.

Natürlich gab es für die rund 140 000 Teilnehmer in Berlin auch die Angebote, die einen Kirchentag erst zum Kirchentag machen: Die Bibel-Workshops, die Werkstätten, in denen Besucher Freundschaftsbänder knüpften. Schließlich stellte sich heraus, dass wohl nur ein kleiner Teil der Kirchentagsbesucher den Weg aus Berlin in die Stadt im Osten Sachsen-Anhalts auf sich nehmen würde. "Was Anderes soll uns retten, als die Vernunft?", hatte gerade Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Evangelischen Kirchentag zum Abschluss einer beeindruckenden Rede in die Menge gefragt. Die Reformation habe das Zeug dazu, auch die nächsten 500 Jahre als spirituelle Richtschnur zu dienen, so der Primas der anglikanischen Kirche in Südafrika. Dialog bedeute auch Kontroverse. "Er war einer der wahren Väter demokratischer Freiheit", sagte Makgboa. Allerdings suche man die Auseinandersetzung "von Angesicht zu Angesicht und nicht anonym im Netz". "Ihr habt alles richtig gemacht". Später erklärte er: "Wir haben 500 Jahre Abgrenzung erlebt. Wir wollen endlich wieder zusammen kommen".

Wittenberg. Die Sonderzüge nach Wittenberg waren am Vormittag noch schwach ausgelastet.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, stand ebenso auf der Bühne wie der katholische Magdeburger Landesbischof Gerhard Feige.

"Uns verbindet mehr als uns trennt". Steinmeier ermunterte evangelische und katholische Kirche, in der Ökumene mutig aufeinander zuzugehen.

Die AfD und einige CDU-Politiker hatten der Kirche zuletzt vorgeworfen, sich zu sehr in die Politik einzumischen, statt sich um Glaube und Seelsorge zu kümmern. In den Veranstaltungen sei Anspannung, aber auch "große Gelassenheit, Vertrauen, ja im besten Sinne Gottesvertrauen" zu spüren gewesen.

Related:

Comments

Latest news

Dax schließt moderat im Plus
Papiere mit stärkeren Kursbewegungen spalteten sich dabei in zwei Lager: mit fortlaufendem und ausgebremsten Aufwärtstrend. Bereinigt um die nun ausgeschüttete Dividende von 0,70 Euro schlossen die Lanxess-Titel fast 8 Prozent im Plus.

Hockey | UHC-Damen gewinnen dritten Feldhockey-Titel in Serie
Die Mannheimerinnen besiegten den Club an der Alster aus Hamburg mit 3:2 (2:2). Für den Titelverteidiger aus Hamburg ist es die neunte Finalteilnahme in Serie.

Flensburg: Explosion in Mehrfamilienhaus verletzt sechs Menschen
Laut Polizei befanden sich die Brüder zusammen mit der Freundin eines der Männer in der Wohnung , als es zur Explosion kam. Offenbar unsachgemäßer Umgang mit Gaskartuschen hat in einem Mehrfamilienhaus in Flensburg eine Explosion ausgelöst.

Bundesliga: Sandro Schwarz wird offenbar neuer Mainzer Trainer
Nach Medieninfos hat der FSV in den eigenen Reihen einen Nachfolger für Martin Schmidt gefunden. Die Nachfolge des Präsidenten Harald Strutz wollen vier Kandidaten antreten.

Nintendo Classic Mini
Die große Beliebtheit der Konsole verdeutlicht, dass Menschen auch heutzutage noch Spaß an Retrospielen haben. Hoffentlich kommt bald auch eine neue SNES und andere Konsolen wie die N64 oder die PlayStation 1 wieder auf den Markt.

Other news