Nach Anschlag: Darum lassen sich Hunderte in Manchester diese Biene tätowieren

Nach der Attacke hatte Großbritannien erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

Am Morgen nahm die Polizei zwei Verdächtige fest. Acht Männer im Alter zwischen 18 und 38 Jahren befinden sich noch in Untersuchungshaft - darunter der ältere Bruder des Attentäters, Ismail Abedi (24). Mehrere Personen wurden bereits in Großbritannien und Libyen festgenommen. Zwei weitere Verdächtige, ein 16-jähriger Jugendlicher und eine 34-jährige Frau, seien wieder auf freiem Fuß.

US-Außenminister Rex Tillerson äußerte unterdessen sein Bedauern über die Veröffentlichung heikler Informationen zum Terroranschlag von Manchester in den USA. Das Vertrauen zwischen Washington und London war getrübt, nachdem US-Behörden den amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zu der Terrorattacke zugespielt hatten.

Bei dem Anschlag nach einem Popkonzert hatte der islamistische Attentäter 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Ariana Grande kündigte an, zu einem Benefizkonzert nach Manchester zurückzukehren.

Hunderte Menschen reagieren auf den Anschlag in Manchester auf ihre ganz eigene Weise: Sie schwärmen in die Tätowier-Läden der Stadt und lassen sich eine Biene stechen. Ein Tattoo-Studio in Manchester hat deshalb eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen: Sie wollen so viele Bienen tätowieren, bis sie 10.000 Pfund gesammelt haben. Das Interesse an den ausgefallenen Tattoos ist riesig, vermutlich auch, weil die Kosten an einen Hilfsfonds für die Opfer des Selbstmordattentats gehen. Wahrscheinlich geht das Motiv auf die fleißigen Arbeiter in den Textilfabriken von Manchester während der Industriellen Revolution zurück, die mit fleißigen Insekten in einem Bienenstock verglichen worden waren. Noch heute findet man die Biene im Stadtwappen und überall im Zentrum der Metropole.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Mai 2017 um 20:00 Uhr.

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