Nach Pokalsieg mit BVB | Tuchel stellt klar: "Ich möchte meinen Vertrag erfüllen"

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Meisterschaft und gestern in Köln auch den Pokal des DFB.

Trotz der ungewissen Zukunft von Tuchel geht der BVB aus Sicht von Hitzfeld als Favorit ins DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Fankfurt - dafür würden die Kräfteverhältnisse sprechen. Nach drei Finalpleiten in Serie darf diesmal der BVB jubeln. Nach der Niederlage ist auch klar, dass die Eintracht im kommenden Jahr nicht international starten wird. Fortan konnte der BVB die Dramaturgie wesentlich aktiver dem Elfmeter-Siegtor des Pierre-Emerick Aubameyang (67.) entgegen treiben. Auf einer goldfarbenen Empore standen die Spieler von Borussia Dortmund, von oben regnete es goldenes Lametta - und in den Händen hielten sie das Gold, um das es an diesem Abend gegangen war. Aubameyang ballerte die Borussia nicht nur zum Pokalsieg, sondern auch mit 31 Treffern erstmals zur kicker-Torjägerkanone in der Bundesliga. Natürlich ist man enttäuscht, ich weiß es aber auch einzuschätzen. "Aber ich kann Ihnen nicht sagen, wie es ausgeht", ergänzte Tuchel wenig später.

Nationalspieler Reus, der den ersten Titel seiner Karriere gewann, könnte es noch ärger erwischt haben.

Das hr-fernsehen überträgt den Empfang der Eintracht in Frankfurt am Sonntag ab 16.30 Uhr.

74 322 Zuschauer im ausverkauften Berliner Olympiastadion sorgten erwartungsgemäß für eine stimmungsvolle Kulisse. "Wir haben den Pott wieder nach Dortmund geholt", so Reus. Sie schleppte sich gegen Ende der ersten 45 Minuten über den Platz und war froh, dass nicht noch mehr Unheilvolles passiert war. Aus halbrechter Position zog Dembele ab, und sein Schuss unter die Latte ließ Frankfurt-Keeper Lukas Hradecky keine Chance. Auf das Tor der Frankfurter herrschte freie Sicht.

Das Happy End aus BVB-Sicht hatte sich in der ersten Hälfte nicht abgezeichnet. In der 26. Minute verpasste Haris Seferovic eine scharfe Hereingabe von Timothy Chandler noch. Zudem beorderte der Kroate im Vergleich zum 2:2 im Liga-Finale gegen RB Leipzig Jesus Vallejo und Rebic für Branimir Hrgota, Taleb Tawatha (beide Bank) und Guillermo Varela (suspendiert) in die Startformation.

Roman Bürki, Borussia Dortmund: "Ich habe noch nie in einer Saison so viel erlebt". "Gratulation an den BVB, ich glaube der Sieg ist auch verdient", sagte Trainer Niko Kovac.

Für Reus ging es nach der Pause nicht weiter, ebenso blieb Kapitän Marcel Schmelzer mit Oberschenkelproblemen in der Kabine. Matthias Ginter, der anstelle des überraschend nicht im Kader befindlichen Nuri Sahin als zentrale Schaltstelle fungierte, vermochte es nicht, das Spiel zu organisieren.

Die Frankfurter kamen besser ins Spiel, ohne aber wirklich zu überzeugen.

Die Einwechslungen schienen sich schnell zu lohnen: Bei einem Angriff über die linke Dortmunder Angriffseite gab Shinji Kagawa bei einem verunglückten Schussversuch den Ball nach innen, doch Pulisic kam gegen Frankfurts Innenverteidiger Abraham einen Wimpernschlag zu spät. Flanke Dembélé, Fallrückzieher Pierre-Emerick Aubameyang, doch Marco Fabian lenkte den Ball auf der Linie stehend an die Latte (63.). Kurz darauf erzielte Aubameyang doch noch sein Tor.

Der Trainer hat zum Abschied geliefert, wie es auf Neudeutsch im Fußball heißt - es ist der erste große Titel in Tuchels Laufbahn, mit der A-Jugend von Mainz 05 gewann er vor Jahren eine deutsche Meisterschaft.

Das Gegentor war zugleich das Signal für Kovac, Meier ins Spiel zu bringen.

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