Radsport: Italiener Nibali holt 16. Giro-Etappe

Tom Dumoulin trägt weiter das Rosa Trikot des Spitzenreiters

Tom Dumoulin hat am Dienstag auf der Königsetappe des Giro d'Italia seine Gesamtführung trotz eines Einbruchs wegen Verdauungsproblemen verteidigt. Dem Kapitän des deutschen Sunweb-Teams reichte in Sankt Ulrich Rang neun 1:06 Minuten nach dem Tagessieger Tejay van Garderen aus den USA.

Rovetta. Die Experten vergleichen ihn bereits mit Miguel Indurain, für die italienische Zeitung "Corriere della Sera" ist er ein "friedvoller Frankenstein".

Beim Solosieg des Franzosen Pierre Rolland in Canazei verwaltete er seinen Mini-Vorsprung routiniert. "Es war heute eine Frage der Courage", sagte Rolland nach seinem ersten Sieg bei einer großen Tour seit 2012. "Ich bin besser vorbereitet mit all dem, was es heißt, ein Leader-Trikot zu tragen". Somit ist er nun der einzige aktive Radprofi aus seinem Heimatland, der sowohl eine Giro-Etappe als auch ein Teilstück bei der Frankreich-Rundfahrt gewonnen hat. Doch an diesem Tag war gegen den 26-jährigen aus Maastricht nichts zu machen.

"Ich bin überglücklich. Ich habe so lange auf meine Chance beim Giro warten müssen. Das wird sehr schwer", befand Quintanas Movistar-Teamchef Eusebio Unzue.

Beim Unternehmen Bergattacke zeigte sich Dumoulin bislang aber ebenfalls ohne Fehl und Tadel.

Quintana belegt auf der 16. Etappe mit 5.000 Höhenmetern hinter Vincenzo Nibali und Mikel Landa Platz 3. "Dann habe ich beschlossen, weiter zu kämpfen", meinte Dumoulin zur entscheidenden Szene. Am Blockhaus verkürzte er lediglich den Rückstand. Der Triumph zeigte, wie stark er in den letzten Jahren gewachsen ist. Zwischen Monza und Mailand stehen 29,3 Kilometer auf flachem Terrain bevor.

An den milden Rampen an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino hatte Dumoulins Sunweb-Team aber keine Mühe, das Feld mit den Favoriten zu kontrollieren. Es wird einen gut 1 km langen Anstieg geben, bevor es in die drei Kilometer lange Abfahrt zum Ziel in Bergamo geht. Er nimmt die Berge, als handele es sich um einen Kampf gegen sich selbst. Neben Dumoulin erwischte auch der Franzose Thibaut Pinot nicht seinen besten Tag und büßte als Gesamtvierter weitere Zeit auf Quintana und Nibali ein. Während sich der Steirer nach dem Helferdienst zurückfallen ließ, schafften es Gregor Mühlberger (18.) und Patrick Konrad (19.) aus dem Bora-Rennstall mit mehr als sechs Minuten Rückstand in die Top 20. Vom Pech Quintanas wollte er nicht profitieren.

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