Schon 100 Tote bei Kämpfen mit Islamisten auf Philippinen

Rauch über Marawi im Süden der Philippinen. Das Militär geht mit Luftangriffen gegen islamistische Rebellen vor.  Bild Bullit Marquez  AP  KEYSTONE

Die Philippinen sind ein katholisches Land.

Die Gefechte in Marawi begannen, nachdem Sicherheitskräfte ein Haus angegriffen hatten, in dem sie Isnilon Hapilon vermuteten, einen Kommandeur der Islamistengruppe Abu Sayyaf und Anführer des philippinischen IS-Ablegers. Der Staat - ohnehin nicht zimperlich - schlägt hart zurück.

Mit Panzern und Artillerie sind die philippinischen Streitkräfte am Wochenende gegen islamistische Rebellen vorgegangen, die versucht haben, die Großstadt Marawi auf der Insel Mindanao zu erobern. Das Militär habe die Verstecke der Islamisten gefunden und fliege Luftangriffe, um die "Terrorgruppe zu zerstören", sagte der Militärsprecher Jo-ar Herrera am Samstag. "Sie können fliehen, sich aber nicht verbergen". Mehr als 2000 Bürger sollen in umkämpften Stadtbezirken in der Falle sitzen. Er rief die Bedrängten dazu auf, sich in ihren Häusern zu verschanzen und zu warten, bis Hilfe komme. Die Regierung beklage den Tod von 13 Soldaten und 4 Polizisten. Mindestens 18 Zivilisten wurden getötet. Zudem wurden zwei tote Zivilisten in einem zwischenzeitlich von den Aufständischen besetzten Krankenhaus entdeckt.

Etwa 500 Kämpfer der Islamistenmiliz "Maute" haben einen Teil der Stadt Marawi auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen unter ihre Kontrolle gebracht.

Die Islamisten gehören überwiegend zur lokalen Terrorgruppe Maute, die der in Syrien, dem Irak und anderen Staaten aktiven Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen hat. Staatspräsident Rodrigo Duterte hat deshalb das Kriegsrecht verhängt. "Wir tun unser Bestes, um die Gegend so schnell wie möglich zu räumen", erklärte ein Militärvertreter. "Wir entschuldigen uns bei unseren muslimischen Brüdern für die Störung am ersten Tag des Ramadans". Dass Duterte nun gleich das Kriegsrecht auf der gesamten Insel Mindanao verhängt hat, irritiert viele Beobachter.

Nach dem Aufruf kommunistischer Rebellen zu verstärkten Angriffen gegen die philippinische Regierung hat Manila die Friedensgespräche ausgesetzt.

Die Regierung warte auf klare Zeichen seitens der kommunistischen Rebellen, dass Gespräche nachhaltig Frieden bringen würden, erklärte Dutertes Berater Jesus Dureza.

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