Steinbrück rät SPD: Konzentration auf Gerechtigkeit reicht nicht

Peer Steinbrück SPD

Demnach soll dieser gesagt haben: Steinbrück sei "ein Spießbürger, der versucht, sich einen intellektuellen Anstrich zu geben".

Mit deftiger Kritik kommentiert er den aktuellen Wahlkampf von Parteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz, dem er rät, nicht allein auf soziale Gerechtigkeit zu setzen und keine Mitte-Links-Koalition anzustreben. Selbst der SPD-interne konservative Seeheimer Kreis, zu dem sich auch Steinbrück zählte, mag die Analyse des Ex-Kanzlerkandidaten nicht teilen und weist die Einmischung zurück.

Auf die Frage, was in der SPD beim Schulz-Hype schief gelaufen sei, antwortete er, die 100 Prozent im März bei der Wahl von Schulz zum Parteivorsitzenden seien "vergiftet" gewesen. "Das ist heute nicht anders".

Steinbrück, SPD-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2013 riet seinen Parteifreunden in dem von SPD-Seitenhieben gespickten Interview zu mehr Lockerheit. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), schimpft auf Twitter sogar: "Das ist mies. Charakterlich. Inhaltlich. Strategisch. Taktisch". "Eine SPD-geführte Bundesregierung wird in den ersten 100 Tagen alle notwendigen Initiativen ergreifen (.), um sicherzustellen, dass diese Schande, dass Frauen immer noch schlechter bezahlt werden als Männer, aufgelöst wird", sagte Schulz am Samstag bei einer Wahlkampf-Konferenz vor rund 500 SPD-Funktionären in Berlin. Inhaltlich gebe er allen recht, die an Schulz' bisherigen Akzenten zweifeln: "Die Konzentration auf die Gerechtigkeit reicht nicht, es muss etwas dazu kommen, das Fortschritt, Zukunftsoptionen verdeutlicht", so Steinbrück. "Rot-Rot-Grün ist, jedenfalls im Westen, schlicht und einfach nicht akzeptabel, dem Wähler nicht vermittelbar". Und: "Der Begriff der Heulsusen trifft gelegentlich den Gemütszustand der SPD".

Desweiteren dürfe sich die SPD im Bundestagswahlkampf nicht allein auf das Thema Gerechtigkeit festlegen. Trotz der Niederlagen bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und dem Saarland muss die SPD nach Ansicht von Steinbrück aber auch weiterhin auf ihren Kanzlerkandidaten Martin Schulz setzen.

Ein anderes Arbeitsfeld, das Martin Schulz im Falle eines Wahlsieges angehen möchte, ist die schlechtere Bezahlung von Frauen.

Die beiden Pointen der Debatte: Steinbrück wollte mit seinen Interviews vor allem Werbung für seine bevorstehende Kabarett-Bühnentour machen.

Damit liegt SPD nun 13 Punkte hinter der Union, die bei 38 Prozent verharrt.ie FDP erreicht mit acht Prozent (plus 1 Zähler im Vergleich zur Vorwoche) ihren höchsten Wert im "Sonntagstrend" seit sieben Jahren.

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