Unternehmen: ARM kündigt Chip für künstliche Intelligenz an

ARM Cortex-A75 und -A55 vorgestellt: DynamIQ-CPU-Kerne für Smartphones, Autos, PCs und künstliche Intelligenz

Das sind die Merkmale der neuen ARM-Chips, welche in Form des Cortex-A75 und Cortex-A55 auf der laufenden Computex 2017 vorgestellt wurden. Dieser DynamiQ big.LITTLE genannte Ansatz erlaubt die Vereinigung einer beliebigen Zahl von sparsamen ARM Cortex-A53- und -A75-Kernen in einem Chip, so dass künftig Designs mit zum Beispiel sieben A55-Cores und nur einem einzelnen leistungsstarken A75-Kernen möglich werden. Der auf der DynamIQ-Mikroarchitektur basierende Cortex-A75 erhielt zusätzlich Neuerungen für Deep Learning. Er verspricht eine bessere Skalierung und Performance bei der Emulation von Windows-Programmen, sodass die Leistung nicht nur bei "Universal Windows Platform"-Apps aus dem Windows Store stimmt, sondern bei allen Programmen - und zukünftig sicher auch Spielen". Wer in den letzten Jahren ein Smartphone kaufte, bekam mit großer Wahrscheinlichkeit ein Gerät, bei dem ARM Cortex-A53-Kerne an Bord sind. Die Float-Leistung soll um 33 Prozent steigen. Der Cortex-A75 unterstützt auch dank einer integrierten NEON-FPU (Floating Point Unit) FP16- (bei doppelter Geschwindigkeit) und INT8-Berechnungen für das Training sowie das Inferencing von und mit neuronalen Netzen. Generell soll der Kern eine Taktfrequenz von 3 GHz unter Verwendung eines 10-nm-Fertigungsprozesses erreichen. Neben der ARM Cortex-A53-Architektur hat ARM heute auch noch die ARM Cortex-A75-Architektur und seine neue ARM Mali-G72-GPU präsentiert, über die wir in einem separaten Artikel informieren. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Cortex-A73 soll je nach Einsatzgebiet eine Mehrleistung von bis zu 30 Prozent erreicht werden.

So hat ARM nach eigenen Angaben mit der ARM Cortex-A55-Architektur den ersten Octacore-Cluster geschaffen, bei dem also acht Kerne über gemeinsame Schnittstellen zusammenarbeiten - und nicht mehr mehrere Gruppen von Kernen auf einem SoC vereint werden müssen, um mehr von ihnen unterzubringen. Der A53 wurde laut ARM in über 1,5 Milliarden SoCs verbaut und von über 40 Partnern verwendet. Im Vergleich zum Cortex-A53 wurde im A55 die Performance um etwa 20 Prozent und die Effizienz dadurch um etwa 15 Prozent verbessert. Dennoch sei die Multithreading-Performance praktisch identisch und die Singlethread-Leistung etwas höher. Damit der Prozessorkern auch weiterhin so gut angenommen wird, hat ARM einige Optimierungen vorgenommen.

Auch die Grafik, in mobilen Geräten gerade im wachsenden Umfeld von AR- und VR-Anwendungen aber auch im Mobile-Gaming-Bereich stark gefordert, hat in der ebenfalls angekündigten Mali G72 GPU ein Upgrade erfahren. Als Erweiterung für die in der Mali-G71-GPU im vergangenen Jahr eingeführte Bifrost-Architektur, hat ARM das Shader-Design kleiner, schneller und effizienter gemacht. Die GPU und der Cortex-A75 sollen 2018 serienmäßig in SoCs zum Einsatz kommen.

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