Vier Tote auf dem Mount Everest

Laut nepalesischem Tourismusministerium könnten die Toten bereits seit dem vergangenen Jahr dort gelegen haben.

"Unsere Retter haben die Leichen von vier Bergsteigern gefunden", sagte Mingma Sherpa von der Agentur Seven Summits Trek in Kathmandu, die Expeditionen und Rettungsmissionen leitet".

Die Identität der im Lager 4 gefundenen Toten sei damit weiter unklar. Es ist noch nicht geklärt, unter welchen Umständen die vier Männer starben. Ursprünglich hatte man die auf 7950 Meter Höhe gefundenen Leichen als die zweier ausländischer Bergsteiger und zweier Bergführer identifiziert.

Die Tourismusbehörde Nepals hat in diesem Jahr so viele Klettergenehmigungen für den Mount Everest erteilt wie noch nie, nämlich 371. Insgesamt gab es in der diesjährigen Klettersaison am Everest bislang mindestens sechs Tote.

Lager 4 liegt bereits in der Todeszone, wo auch die besten Bergsteiger praktisch nach jedem Schritt anhalten und atmen müssen.

Die Toten seien am Dienstag bei der Suche nach der Leiche eines am Sonntag verunglückten Bergsteigers in einer Höhe von 7950 Metern in einem Zelt entdeckt worden. 19 Bergsteiger kamen ums Leben, zum ersten Mal seit Jahrzehnten stand kein Mensch auf dem Gipfel.

Der Mount Everest gilt selbst für Extremsportler als gewaltige Herausforderung. Möglicherweise könnte es sich um Bergsteiger handeln, die im vergangenen Jahr als vermisst gemeldet, aber bisher nicht gefunden worden waren.

Viele Bergsteiger hatten eine Wetterberuhigung genutzt, nachdem die Saison bislang von wechselhaftem, sehr windigem und ungewöhnlich kaltem Wetter geprägt war.

Als Todesursache wurde die Höhenkrankheit vermutet. Hinzu kommen noch rund 400 einheimische Bergsteiger, Führer und Gepäckträger. Damit erlebte das "Dach der Welt" sein tödlichstes Wochenende seit dem Lawinenunglück mit 18 Toten im Jahr 2015.

Mehr als 382 Bergsteiger erreichten den 8848 Meter hohen Gipfel von der Südseite her; rund 120 weitere schafften es von der tibetischen Seite. Die kurze Bergsteigersaison im Himalaya dauert von April bis Ende Mai, wenn die Wetterbedingungen am besten sind. "Deswegen war es einfacher, den Gipfel zu erreichen, aber vielleicht hat das die Leute verwirrt und sie dachten, die Stufe sei weg".

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