Wirtschaft | Zuschläge für neue Windanlagen an Land - Aussicht auf weniger Kosten

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Berlin. Windenergie wird für die Stromkunden künftig deutlich billiger. Das sind rund 20 Prozent weniger als bisher. Nach dem alten Fördersystem lag die garantierte Vergütung zwischen 7 und 8 Cent pro Kilowattstunde.

Die Bürgerenergiegesellschaften haben bei der ersten Ausschreibung für Windenergie an Land die Energieversorger weit hinter sich gelassen.

Auch die Regierung zeigte sich erfreut.

Mit der Ausschreibung und dem Zuschlag für das niedrigste Gebot sollen die Kosten für die Energiewende-Förderung sinken.

Bisher bekam jeder Windparkbetreiber einen gesetzlich auf 20 Jahre garantierten Abnahmepreis für Strom. Jetzt wurde das System auf Ausschreibungen umgestellt: Der Staat schreibt eine bestimmte Menge aus. Bezahlt wird die Hilfe über eine Umlage auf den Strompreis der Verbraucher. Habeck sagte, "gut ist auch, dass vor allem Bürgerenergie zum Zuge kommt". Sie würden nun bei der Umlage entlastet. Insgesamt seien 256 Gebote für gut 2100 Megawatt eingereicht worden, teilte die Behörde in Bonn mit. Von den 70 bezuschlagten Projekten gingen 65 an die Gesellschaften in Bürgerhand, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Im Schnitt der Auktion ergab sich eine Förderhöhe von 5,71 Cent für den grünen Strom. Die meisten Zuschläge erhielten traditionelle Windländer wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. Bei ihnen muss sich unter anderem die Kommune beteiligen können, und Projektbetreiber müssen in der Region wohnen. Zudem konnten sie den Zuschlag zum letzten noch genehmigten Preis erhalten, selbst wenn sie vorher zu viel Förderung verlangt hatten. Allerdings können die Bürgergesellschaften ihre Parks nach dem Bau und einigen Jahren Betriebsdauer dann weiterverkaufen.

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