Anschlag von Manchester: Salman Abedi reiste über Düsseldorf nach Manchester

Schwer bewaffnete Polizisten patrouillieren auf dem Euston Bahnhof in London

Auch seien bei Durchsuchungen Gegenstände entdeckt worden, die aus Sicht der Polizei für die weiteren Untersuchungen sehr wichtig seien.

Dem Bericht von "Focus Online" zufolge war Abedi namentlich nicht in internationalen Fahndungssystemen erfasst.

Das Vertrauen zwischen den Partnern war getrübt, nachdem US-Behörden US-amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zugespielt hatten, die aus Fahndungsgründen noch geheim gehalten werden sollten. Die Polizei in Manchester bestätigte die Meldung nicht.

Die Polizei in Manchester nahm am Mittwoch drei weitere Männer im Zusammenhang mit dem Anschlag fest, unter anderem einen Bruder Abedis, so die BBC.

"Die roten und blauen Hälften von Manchester haben sich vereint, um die Stadt zu unterstützen, die ihnen jeweils seit mehr als 120 Jahren ein Zuhause gegeben hat und die von den tragischen Ereignissen tief betroffen ist", teilen der frisch gebackene Europa-League-Sieger United und die Citizens in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Unter den in Großbritannien festgenommenen Personen soll sich unbestätigten Medienberichten zufolge auch ein Bruder des Selbstmordattentäters Salman Abedi befinden.

Sie sind inzwischen alle identifiziert. Dutzende wurden verletzt. Unter den Opfern sind viele Kinder und Jugendliche. Das jüngste bekannte Todesopfer war acht Jahre alt. Nach Angaben des Nationalen Gesundheitsdienstes werden in acht Kliniken 116 Verletzte des Attentats behandelt. Am zweiten Tag nach dem Anschlag waren noch 20 Menschen in kritischem Zustand.

- Der Tatort: Die Manchester Arena ist eine Multifunktionsarena mit mehr als 21.000 Plätzen, die häufig für Konzerte genutzt wird.

Großbritannien rief nach dem Angriff auf ein Konzert der US-Sängerin Ariana Grande erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe aus. Die Explosion ereignete sich im Eingangsbereich der Halle.

Die Polizei geht davon aus, dass Abedi kein Einzeltäter war, sondern dass ein ganzes Terrornetzwerk hinter der Tat steckt. Wie groß es ist und welche Verbindungen es gibt, ist noch unklar.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Attacke für sich reklamiert. Zuvor hatte sich Frankreichs Innenminister Gérard Collomb konkreter geäußert. Er war nach Angaben der Spezialkräfte mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen und habe eingeräumt zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu gehören. Einer ihrer "Soldaten" sei für das Attentat verantwortlich, behaupteten die Terroristen. Auch diese Festnahmen seien in einem südlichen Viertel der Stadt erfolgt, wo bereits am Vortag ein junger Mann festgenommen worden war, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Mai soll Abedi von Libyen über Düsseldorf weiter nach Manchester gereist sein - ohne dass er von den Sicherheitsbehörden gestoppt wurde. Damit sind in Großbritannien insgesamt fünf Verdächtige in Gewahrsam. Der mutmaßliche Attentäter hatte so mindestens 22 Menschen mit sich in den Tod gerissen.

Etwa 60 weitere Opfer wurden rund um den Anschlagsort von Helfern versorgt, meldete die Zeitung "Manchester Evening News" unter Berufung auf Rettungskräfte. Die schwierigste Aufgabe sei aber, feste Beweise für Geheimdienstinformationen zu bekommen, bevor Verdächtige festgesetzt werden könnten. Trump werde sie verdeutlichen, dass solche vertraulichen Informationen geschützt bleiben müssten, sagte May.

Unterdessen hat die Polizei am Freitagmorgen einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Es wird erwartet, dass Premierministerin Teresa May das Thema an diesem Donnerstag am Rande des Nato-Gipfels in Brüssel mit US-Präsident Donald Trump anschneiden wird.

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