BVB und Tuchel trennen sich: "Dankbar für aufregende Jahre"

Das bestätigte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke dem SID.

Top-Favorit auf Tuchels Nachfolge ist Lucien Favre.

Kurz nach Tuchel äußerte sich auch der Klub zum Entschluss: "Borussia Dortmund als Arbeitgeber wird sich zu den Hintergründen der Trennung, die das Ergebnis eines längeren Prozesses sind und von allen Klubgremien getragen werden, nicht im Detail äußern". Zuletzt gab es unterschiedliche Auffassung zwischen Trainer und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Frage, ob die Champions-League-Partie gegen Monaco nur einen Tag nach dem Sprengstoffanschlag auf den Teambus hätte ausgetragen werden dürfen.

Zuvor hatte Tuchel auf seinem kurz zuvor eröffneten Twitter-Account seinen ersten relevanten Tweet abgesetzt: "Ich bin dankbar für zwei schöne, ereignisreiche und aufregende Jahre". Auch Spieler äußerten sich zunehmend kritisch über Tuchel: Zuerst anonym, nach dem Pokalsieg stellte sich mit Marcel Schmelzer sogar der Kapitän öffentlich gegen seinen Trainer, nachdem dieser Nuri Sahin nicht für den Endspielkader nominiert hatte. Zuvor war er mit seinem Berater Olaf Meinking im Dortmunder Hotel "L'Arrivée", wo die Saison mit der BVB-Führung analysiert wurde. Er legt allerdings großen Wert auf die Feststellung, dass "es sich bei der Ursache der Trennung keinesfalls um eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Personen handelt".

Weiter schrieb Tuchel: "Danke an die Fans, an die Mannschaft, an den Staff und an alle, die uns unterstützt haben".

Der Verein ließ in einer Pressemitteilung verlauten: "Wir bedanken uns bei Thomas Tuchel und seinem Trainerstab für die sportlich erfolgreiche Arbeit beim BVB, die am vergangenen Samstag im DFB-Pokalsieg in Berlin gegen Eintracht Frankfurt ihren verdienten Höhepunkt fand". Er hat in zwei Jahren kein Liga-Heimspiel verloren. Das ist einfach nicht wahr“, erklärte Tuchel nach dem Pokalfinale. Das hätte jeder beim BVB wissen müssen.

Eher ist Tuchel ein versessener Detailfresser mit unverrückbaren Vorstellungen, der wohl wahrlich ein Quälgeist sein kann. Sportdirektor Michael Zorc und er hätten sich "in der Zusammenarbeit mit dem Trainerteam auch aufgerieben", schrieb Watzke. Auch Tuchel hat noch keinen neuen Verein.

Einen Nachfolger wird der BVB laut "Ruhrnachrichten" frühestens in der kommenden Woche präsentieren. Im Frühjahr war halb Europa verliebt in den jungen, stürmischen, phasenweise berauschenden BVB-Stil. Bayer Leverkusen soll am Ex-Mainzer interessiert sein. Der Schweizer war bisher überall erfolgreich, das spricht eindeutig für ihn.

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