Ende des Ränkespiels: BVB trennt sich von Coach Tuchel

Borussia Dortmund trennte sich von Trainer Thomas Tuchel

Die Trennung von Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel soll bis spätestens Mittwoch vollzogen werden. Zuvor hatte bereits Tuchel selbst auf einem kurz davor eröffneten Account im Kurznachrichtendienst Twitter über das Ende der Zusammenarbeit informiert. Zudem ist Tuchel mit 2,1 Punkten pro Spiel in der 1. Bundesliga der erfolgreichste Trainer in der BVB-Geschichte - erfolgreicher auch als die legendären Jürgen Klopp und Ottmar Hitzfeld (je 1,9 Punkte). "Ich bin dankbar für zwei schöne, ereignisreiche und aufregende Jahre". Ob der seit einiger Zeit gehandelte Lucien Favre wirklich erster Anwärter ist, bleibt offen. Der Westschweizer besitzt noch einen Vertrag bis 2019 bei OGC Nice, gilt aber gemäss deutschen Medien gegenüber Nagelsmann als Favorit.

Obwohl der 43 Jahre alte Tuchel mit der direkten Qualifikation der Borussia für die Champions League und dem Pokalsieg erfolgreiche Arbeit leistete, kann er den eigentlich bis 2018 datierte Vertrag nicht erfüllen. Das bestätigte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke dem SID.

Entscheidende Wegmarke im Verhältnis zwischen Tuchel und seinen Vorgesetzten war die Bewältigung des Bomben-Attentats gegen den Mannschaftsbus der Borussia vor dem Champions-League-Spiel gegen Monaco vom 11. April.

Borussia Dortmund als Arbeitgeber wird sich zu den Hintergründen der Trennung, die das Ergebnis eines längeren Prozesses sind und von allen Klubgremien getragen werden, nicht im Detail äußern und bittet im Sinne aller Beteiligten um Verständnis für den Wunsch, dass nicht auf der Basis von Gerüchten bzw. ohne jeden Hintergrund geurteilt wird. Zwischen Tuchel und Teilen der Mannschaft zum Beispiel.

Der BVB legt großen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Ursache der Trennung keinesfalls um eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Personen handelt. "Danke an die Fans, an die Mannschaft, an den Staff und an alle, die uns unterstützt haben. Für seine berufliche Zukunft wünschen wir Thomas Tuchel nur das Allerbeste", heißt es auf der offiziellen Vereins-Website.

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