Fehlendes Bauteil stoppt Produktion in mehreren BMW-Werken

Die Produktion gerät weltweit ins Stottern

So soll die Fertigung an diesem Montag (29.5.2017) teilweise für die 1er- und 2er-Baureihen stillstehen. Daher sind bislang mehrere tausend Fahrzeuge nicht wie geplant gebaut worden. "Wir gehen davon aus, dass Bosch als der verantwortliche Lieferant für den uns entstandenen Schaden einstehen wird", so BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann.

Es fehle ein Gussgehäuse für das Lenkgetriebe der betroffenen Modellreihen.

München/Leipzig. Kleine Ursache, große Wirkung - in den durchgetakteten Produktionssystemen der großen Autohersteller reicht schon ein fehlendes Bauteil, um die Bänder zu stoppen. Ein Großteil davon lasse sich jedoch nachholen, sagte ein BMW-Sprecher. Man hoffe noch, dass Kunden nicht länger auf bestellte Autos warten müssen. Der Lieferengpass hat keine Auswirkungen auf die E-Auto-Produktion. In Rosslyn in Südafrika seien eigentlich erst für Herbst geplante Wartungsarbeiten vorgezogen worden.

Schon am vergangenen Dienstag und Mittwoch war es bei BMW in München zu einem eingeschränkten Betrieb gekommen. Der Premiumhersteller könne in seiner Fertigung flexibel reagieren und gegebenenfalls Rückstände in der Produktion auch wieder aufholen, sagte der BMW-Sprecher. Die Mitarbeiter nutzten Gleitzeit und Arbeitszeitkonten, um den Ausfall zu überbrücken. "Wir nutzen die Flexibilität, die wir in unseren Prozessen haben, um den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren". Die meisten Teile würden punktgenau "just in time" für das jeweilige Fahrzeug auf dem Fließband bereitgestellt. Betroffen seien neben dem wichtigen Werk Leipzig auch Teile der Produktion am südafrikanischen Standort Rosslyn und im chinesischen Werk Shenyang. Deshalb könne auch ein fehlendes Kleinteil die Wertschöpfungskette unterbrechen - bis hin nach China. Weil Teile für den Golf und den Passat im vergangenen August tagelang fehlten, sahen sich damals 18.000 VW-Arbeiter sogar von Kurzarbeit bedroht. "Ich bin zuversichtlich, dass die Firma Bosch die aktuellen Lieferprobleme zügig in den Griff bekommt".

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