G7 | Merkel will Europa nach G7-Pleite stärken

Bierzeltauftritt von Merkel und Seehofer

"La Repubblica" schreibt: "Merkel hat Tacheles geredet mit Blick auf das Benehmen des amerikanischen Präsidenten (.) und die Kanzlerin hat, nicht zufällig, einen Satz wiederholt, den sie bereits anderentags bei der Ankunft von Trump gesagt hatte: 'Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.' Ungewöhnlich schonungslose Sätze für die christdemokratische Anführerin, die normalerweise dazu neigt, versöhnliche und mildere Töne anzuschlagen". "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei".

Entwicklungsorganisationen übten scharfe Kritik am G7-Gipfel, der von der Blockadehaltung Trumps überschattet war. Vertrauen geht verloren. Die USA erscheinen nicht mehr als Anker.

Anders sieht es die "New York Times". Macron, der kleine Neue, bietet Trump bei der Klimafrage einen möglichen, das Gesicht wahrenden Ausweg an, während Merkel den US-Präsidenten an die harte Realität erinnert.

Von der italienischen Marine gerettete Bootsflüchtlinge vor Sizilien. Das Land trägt die Hauptlast der Flüchtlingsproblematik, während die Spitzenpolitiker sich an der Ostküste Siziliens trafen, konnte ein Boot mit Migranten nicht in Sizilien anlegen (siehe Kasten). Sie wurden nördlich der libyschen Stadt Sabratha aus dem Mittelmeer gerettet. Die US-Regierung dürfe nicht zum Bremsklotz der internationalen Klimadiplomatie werden.

Dieses Foto ist zur Ikone geworden: Ein Eisbär springt in der immer stärker abtauenden Arktis von Eisscholle zu Eisscholle. Denn die restlichen fünf Staats- und Regierungschefs schafften es nicht, US-Präsident Donald Trump dazu zu bringen, sich in Richtung Pariser Klimaschutzabkommen zu äußern. Der Gesichtswahrung dienende Formulierungen fanden die G7 in letzter Minute zum Thema Handel. Nach China sind die USA der zweitgrößte Klimasünder der Welt. Darunter wiederum verstehen Trump und seine Partner womöglich nicht dasselbe. Der amerikanische Präsident versuchte den Kompromiss vor dem Heimpublikum denn auch als Erfolg zu verkaufen. Die USA dringen auf die "Beseitigung aller handelsverzerrender Praktiken", um faire Wettbewerbsbedingungen zu erreichen, schrieb Trump, der für "America First" eintritt, auf Twitter. Die Diskussionen um das Klima waren schwierig und unzufrieden stellend, sagte Bundeskanzlerin Merkel auffallend deutlich. Die Deutschen sind heute ein durch und durch pazifistisches Volk - und sie konnten dies sein, weil die Amerikaner es eben nicht sind.

Die Gegensätze prallten vor allem in der Klimapolitik aufeinander. Die sechs anderen G7-Partner appellierten eindringlich an den US-Präsidenten, dem Klimaabkommen von Paris treu zu bleiben. Eine endgültige Entscheidung will er nächste Woche treffen. Er hält das Abkommen für unfair und schädlich für die Wirtschaftsentwicklung der USA.

Umweltschützer begrüssten, dass die Verpflichtungen zum Klimaschutz in Taormina nicht aufgeweicht wurde.

"Wenn Amerika wackelt, müssen wir stehen", sagte der Grünen-Chef Cem Özdemir.

"Der G20-Gipfel muss nun dort einspringen, wo der G7 gescheitert ist", sagte Friederike Röder von der Entwicklungsorganisation ONE. Es wäre "ganz falsch, jetzt denen zu folgen, die die transatlantische Nabelschnur am liebsten gleich ganz durchtrennen möchten, sagte Ischinger der "Bild"-Zeitung vom Montag".

Trotz eindringlicher Appelle von Hilfsorganisationen machten die G7 keine konkreten neuen Finanzzusagen im Kampf gegen die Hungersnöte in Afrika. Sie versprachen nur, den UN-Hilfsappell über 6,9 Milliarden US-Dollar "energisch unterstützen" zu wollen. Deutlich weniger zwar als die 30 bis 40 Seiten, die bisher nach einem G-7-Treffen üblich waren, aber immerhin. Die Gipfelteilnehmer hätten es versäumt, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um den Menschen in Jemen, Somalia, Südsudan und Nigeria zu helfen. "Da haben die G7 ihre Führungsrolle nicht wahrgenommen", sagte Jörn Kalinski von Oxfam. Eigentlich ist es wohl das Beste, den Gipfel abzusagen.

Die G7 müssten am Samstag liefern, forderte Friedrike Röder von der Entwicklungsorganisation ONE. Die Initiative von Gastgeber Italien, einen gemeinsamen Plan für eine "geordnete Zuwanderung" zu verabschieden, scheiterte am Widerstand der USA. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, bestanden die US-Unterhändler aber darauf, stattdessen nur zwei Paragrafen in die Abschlusserklärung aufzunehmen, die Grenzsicherung und Sicherheitsaspekte betonen.

Sie hat einfach ihre Kollegen in Grossbritannien, Italien, Frankreich und Spanien - angerufen und gefragt, ob sie dazu kommen wollen.

Es war ein seltsamer G7-Gipfel, bei dem es viele spürbare Unstimmigkeiten gab.

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