Gewitter lösen Hitze ab - Wetterdienst spricht Warnungen aus

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Dienstag, 30. Mai, 10.35 Uhr: Nach der Hitze drohen Blitz und Donner: In einigen Teilen Deutschlands sollen Gewitter für leichte Abkühlung sorgen. In Koblenz sei es im Mai seit Beginn der Messungen noch nie heißer gewesen.

Nach Voraussage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind Teile von Rheinland-Pfalz und Bayern, der Süden Nordrhein-Westfalens und ein breiter Streifen bis nach Ostdeutschland betroffen. So warnte er, dass eine Kaltfront, die Hessen durchquere, örtlich Gewitter mit sich bringe.

In Baden-Württemberg erwarteten Experten zum ersten Mal in diesem Jahr einen erhöhten Ozonwert. Auf Platz zwei der Hitze-Rangliste landete Saarbrücken-Burbach mit 34,2 Grad. Fast überall mit Ausnahme der Küstenregionen ist sie hoch. Die Regierung von Unterfranken ordnete deshalb für Dienstag vorsorglich die Beobachtung der Wälder aus der Luft an, wie Sprecher Johannes Hardenacke sagte. Wie die Polizei weiter berichtete, war die Zweijährige dann aber ansprechbar und wurde in eine Klinik geflogen. Es gab mehrere Detonationen, eine Garage brannte vollständig ab.

In Brandenburg bändigte und löschte ein schweres Unwetter indes einen Großbrand in der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus. Die Flammen erfassten nach Ministeriumsangaben etwa 200 Hektar Wald- und Heidefläche. Die Löscharbeiten seien wegen der vermuteten alten Munition auf dem ehemaligen Militärgelände schwierig, sagte ein Waldbrandschutzbeauftragter. Feuerwehrleute könnten die Flammen nur von außen eindämmen, sagte Engel. Zuerst waren die Fachleute von einem Brand auf 30 Hektar ausgegangen, korrigierten dies aber später.

Viele Menschen zog es bei dem hochsommerlichen Wetter an Strände, Seen und in Freibäder. Dabei kam es auch zu schweren Unfällen. Am Samstag war im Breitenauer See nahe Heilbronn ein 36-Jähriger ums Leben gekommen.

Am Wochenende registrierten Meteorologen vielerorts die bislang wärmsten Temperaturen des Jahres. In Thüringen starb ein 52 Jahre alter Mann in einem Badesee bei Krölpa. Besonders heiß war es im Westen und Südwesten. An vielen Orten wurden regionale Mai-Rekorde geknackt, etwa in Trier. Der Deutschland-Höchstwert für den Monat Mai blieb bisher aber unerreicht: 1892 wurden in Jena 36,1 Grad gemessen. Am 1. Juni beginnt für Meteorologen der Sommer. Die Temperaturen steigen nach DWD-Angaben auf 25 Grad und mehr - allerdings sind auch wieder Schauer und Gewitter möglich. Wirklich kalt wird es jedoch nicht, wenn Tief "Gerhard" mit kühleren Luftmassen vom Atlantik durchs Land zieht. Südlich der Donau und im Schwarzwald können diese am Mittwoch durchaus unwetterartig ausfallen, warnte der DWD. Temperaturen zwischen 34 und 35 Grad galten aber auch am Montag noch einmal als möglich. Im übrigen Deutschland bleibt es nach DWD-Angaben überwiegend trocken, die Höchsttemperaturen gehen auf 27 Grad zurück. Ein neues Hoch rückt in der zweiten Wochenhälfte nach. Nach den bisherigen Prognosen der Meteorologen ist damit aber kein stabiles Sommerwetter zu erwarten.

Uhr: Auf weitere Gewitter, Starkregen und Sturmböen müssen sich mehrere Bundesländer im Laufe des Dienstags einstellen.

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