Helene Fischer beim DFB-Pokalfinale "Opfer des Fußball-Kommerzes"

Helene Fischer

So schlimm habe sie das Pfeifkonzert dann doch nicht gefunden.

Nach dem Pfeifkonzert der Fußballfans gegen Helene Fischer meldet sich der Schlagerstar nun selbst zu Wort. Warum? "Weil wir Fußball spielen, und die wahren Fans des Fußballs haben in der Halbzeitpause keine Lust darauf". Die Schlagersängerin trat vor der zweiten Hälfte beim Finale im Berliner Olympiastadion auf und wurde von beiden Fangruppen lautstark ausgepfiffen.

In der am Sonntagabend ausgestrahlten RTL-Sendung "Mensch Gottschalk" bereute sie ihre Showeinlage: "Hätte ich das im Vorfeld gewusst, wäre ich wohl nicht aufgetreten". "Da ist ein Groll da, die wollten keine Unterhaltung", stellte Fischer fest.

Und auch in der Sendung sagte er noch einmal klar seine Meinung: "Ein dämliches Pfeifkonzert" sei immer der falsche Weg.

Helene Fischers Auftritt war für viele Anhänger ein Symbol für die ausufernde Kommerzialisierung im Profifussball.

Nicht alle Helene-Fischer-Fans sind begeistert; Klaus K. (63) etwa meint: "Die sind doch bescheuert, da Fußball zu zeigen".

Im "Sportschau Club" direkt nach dem Pokalfinale am Samstagabend reagierte sie ähnlich entspannt und lachte die Pfiffe weg. Sie ist nämlich ein erklärter Fan von Borussia Dortmund. Bei Gottschalk lief es für Fischer auf der Bühne dann auch wieder besser: Vom Publikum gab es Applaus statt Pfiffe.

Dass die Halbzeitpause des größten deutschen Fußballspiels dazu missbraucht wurde, um deutschen Schlager zu promoten, stößt vielen Fans übel auf. "Und ich muss sagen: Wette gewonnen".

Medienwissenschaftler Jo Groebel sagte heute der ‚Heilbronner Stimme' zu der Halbzeitshow in Bezug auf die Spektakel beim Super-Bowl-Finale: "Deutschland ist nicht Amerika, da sind die Pausen viel länger, und es gibt eine andere Unterhaltungskultur". Man analysiere nach jedem Pokalfinale die Abläufe, das werde man auch in diesem Jahr tun. "Danach entscheiden wir, was wir beibehalten oder verändern", teilte der DFB am Sonntag mit.

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