Irak - Tote nach Bombenanschlag in Bagdad

Der belebte Stadtbezirk Karrada in Iraks Hauptstadt Bagdad wird erneut Ziel eines Autobombenanschlags

Zu den Anschlägen bekannte sich die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS).

In Zentrum von Bagdad ist eine Autobombe explodiert - ähnlich wie auf dem Bild vom Juli 2016.

Bagdad (dpa) - Bei einem Bombenanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mehrere Menschen getötet worden. Das Militär geht davon aus, dass die Rückeroberung Mossuls zwar das Ende des selbsterklärten IS-Kalifats im Irak bedeuten wird, aber dass die Miliz weiterhin Anschläge verüben wird.

Die Anschläge fielen auch in eine Phase, in der der IS beim Kampf um seine letzte urbane Hochburg im Irak, der nordirakischen Metropole Mossul, immer weiter von Regierungstruppen zurückgedrängt wird. Damit will der IS die Spannungen zwischen den beiden großen Konfessionen in dem instabilen Land weiter schüren. Seit dem Beginn einer Offensive irakischer Regierungskräfte im vergangenen Oktober hat die Terrormiliz dort mehr als 90 Prozent des Stadtgebiets verloren.

Nach Angaben der Behörden detonierte die in einem Fahrzeug versteckte Bombe am späten Abend vor einer Eisdiele im belebten Stadtbezirk Karrada.

Fotos und Videoaufnahmen auf der Internetseite des Senders zeigten brennende Gebäude, zerfetztes Restaurantmobiliar und mit Trümmern übersäte Strassen. 40 Menschen wurden verletzt.

Vor knapp einem Jahr waren in dem Einkaufsviertel Karrada in der irakischen Hauptstadt bei einem Selbstmordattentat der sunnitischen IS-Extremisten 324 Menschen getötet worden.

Bei dem Anschlag in Schawaka wenige Stunden später explodierte ein mit Sprengstoff gefüllter Wagen und riss 14 Menschen in den Tod, wie die Polizei mitteilte.

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