Kerber am Tiefpunkt: Erstrunden-Aus in Paris nach Debakel

Angelique Kerber

"Ich werde jetzt in den nächsten Tagen überlegen, was ich mache", kündigte Kerber nach dem deprimierenden 2:6, 2:6 in der ersten Runde der French Open gegen Jekaterina Makarowa (Russland) an.

Die Russin benötigte gerade einmal 82 Minuten, um Kerber nach allen Regeln der Kunst vorzuführen. Noch nie zuvor in der Geschichte des Turniers war die Nummer eins der Setzliste in Paris im ersten Match gescheitert. Kerber setzte ihre schwachen Leistungen in diesem Jahr damit in Paris fort, wo sie auch 2016 in der ersten Runde ausgeschieden war. Kerber hatte schon im Vorfeld der French Open angedeutet, dass sie sich in der Zukunft einen Altstar an ihrer Seite vorstellen könne.

Eurosport-Experte Boris Becker (49) nach dem Debakel: "So kann es nicht weitergehen, das weiß sie am besten". Denn ein Problem des Belags ist ihr dauerhafte Straucheln sicher nicht. "Es ist eine unglaubliche Ehre, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen", sagte Djokovic über den Amerikaner, der während der Partie von Becker in der Spielerbox begrüßt wurde.

Mit 32 Spielen starten am Sonntag die diesjährigen French Open. Die Kielerin agierte völlig verunsichert und ängstlich und gab gleich das erste Aufschlagspiel ab. Auch Bundestrainerin Barbara Rittner glaubt, dass Kerber etwas Neues in ihrem Umfeld guttun würde. Kerber überließ ihr die Punkte durch unfassbar viele leichte Fehler von selbst. Auch im zweiten Satz ging die peinliche Kerber-Vorstellung nahtlos weiter. Die Weltranglisten-51. aus Bad Oldesloe verlor trotz starken Beginns ihr Auftaktmatch in 2:48 Stunden mit 6:1, 3:6, 11:13 gegen Madison Brengle (USA). Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin hatte beim 2:6, 2:6 gegen die Weltranglisten-60. Auffällig: Auf der gesamten Anlage im Stade Roland Garros schien niemand auch nur annähernd überrascht zu sein, dass Kerber die Begegnung verlieren würde. Insgesamt war es erst das fünfte Mal bei einem Major-Event seit 1968, dass die topgesetzte Spielerin schon in der ersten Runde ausschied. Allerdings ging Görges auch stark angeschlagen in die Partie.

Bei den Herren flog Florian Mayer als erster Deutscher raus. Damit sind bereits drei von 13 deutschen Tennisprofis in Paris nicht mehr dabei.

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