Masters-Turnier : Sieg in Rom: Zverev schafft gegen Djokovic die Sensation

Alexander Zverev

Fast schon ein bisschen schüchtern posierte Alexander Zverev nach seinem Sensationssieg gegen Novak Djokovic im Finale des Masters-Turniers von Rom mit seinen Eltern Irena und Alexander für ein Erinnerungsfoto. In Rom, im Stadion des eindrucksvollen Foro Italico, zwischen monumentalen Sportlerstatuen und hochgewachsenen Pinienbäumen, hinterlegte Zverev ausgerechnet gegen Djokovic eindrucksvoll den Anspruch, die absehbare Zukunft in der Weltspitze zu verbringen.

Doch das soll nur der Anfang gewesen sein. Mehr dazu im Hilfebereich. Tennis-Legende Boris Becker, bis Ende des vergangenen Jahres noch Trainer von Djokovic, gratulierte Zverev umgehend zu seinem ersten großen Coup und prognostizierte: "Viele weitere Titel werden folgen".

Wie wird Zverev nun mit diesem Erwartungsdruck umgehen? "An meiner Meinung hat sich nichts geändert: Für mich sind noch immer Rafael Nadal und Novak Djokovic die Favoriten", sagte Becker am Montag dem SID.

Boris Becker weiß, wie es dazu kommen konnte: "Von Beginn an war Sascha sehr ruhig, unheimlich abgeklärt für einen 20-Jährigen". Im vergangenen Jahr war für den deutschen Davis-Cup-Profi in der französischen Hauptstadt bereits in der dritten Runde gegen den Österreicher Dominic Thiem, der ebenfalls ein starkes Jahr spielt, Schluss.

Überhaupt ist Zverev bislang bei den vier großen Major-Events noch nie groß in Erscheinung getreten. Dünn, 1,98 Meter groß, aber obwohl er aussieht, als sei er aus ein paar Elastikbändern und einem Lattenrost zusammengenagelt, strotzt sein Spiel nur so vor Kraft. Hin und wieder steht er sich mit dieser Art noch selbst im Weg, wie zuletzt in Madrid, als er gegen Pablo Cuevas im Viertelfinale die Partie noch aus der Hand gab. Sie ist seit einiger Zeit dabei, die Generation um den Hamburger zu pushen, um neue Gesichter für die Zeit nach Federer, Nadal, Djokovic und Murray zu entwickeln.

In den Augen des dreimaligen Wimbledonsiegers ist Zverev mit dem Triumph in der "Ewigen Stadt" ein "Durchbruch" gelungen. Next Gen ATP Finals heißt die Veranstaltung in Mailand, für die Zverev als Zugpferd fest eingeplant ist. Und doch sprechen sechs Tage vor dem ersten Ballwechsel in Paris wieder einmal alle von Novak Djokovic. Der 20-Jährige ließ dem neun Jahre älteren Serben in keiner Phase des Matches eine Chance und verwandelte nach 1:21 Stunden den ersten Matchball.

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