Menüs aus Alu-Schalen enthalten viel Aluminium

Menüs aus Alu-Schalen enthalten viel Aluminium

Denn das Aluminium kann in bestimmte Lebensmittel übergehen, wie Untersuchungen gezeigt haben. Auch Fertiggerichte aus Aluminiumschalen können hohe Aluminiumgehalte aufweisen, berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das gelte insbesondere für empfindliche Gruppen wie Kleinkinder und Senioren, die womöglich täglich Speisen aus warmgehaltenen Alu-Schalen zu sich nähmen, so Hensel weiter. Das Verfahren wird häufig für die Essensversorgung in Kindertagesstätten, Schulen oder Kantinen angewandt. Diese wurden mit einem Verfahren, das im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung eingesetzt wird, das sogenannte "Cook and Chill"-Verfahren, zubereitet: Zuerst wurden die Speisen heiß abgefüllt, dann schnell abgekühlt, kühl gelagert, wieder erhitzt und anschließend warm gehalten". Für das BfR-Forschungsprojekt "Ausmaß der Freisetzung von Metallen aus Lebensmittelkontaktmaterialien" haben Wissenschaftler Sauerkrautsaft, Apfelmus und passierte Tomaten auf Aluminium-Rückstände untersucht. Insbesondere beim Warmhalten gehe das Leichtmetall auf saure Lebensmittel über.

Alle untersuchten Proben haben nach der Warmhaltephase den Grenzwert von fünf Milligramm Aluminium je Kilogramm Lebensmittel erheblich überschritten, wie das BfR mitteilt.

Aluminiumverbindungen sind ein natürlicher Bestandteil des Trinkwassers und vieler unbehandelter Lebensmittel, wie beispielsweise Früchte und Gemüse. In einer Studie 2014 war das BfR zum Schluss gekommen, dass Aluminiumsalze aus aluminiumhaltigen Deodorants und Kosmetikartikeln durch die Haut aufgenommen werden können und die regelmäßige Benutzung über Jahrzehnte möglicherweise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen beitragen könnte.

Die Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen trägt aber nur zu einem geringen Anteil zur Aluminiumbelastung der Bevölkerung bei - eine Ausnahme stellen saure und salzhaltige Lebensmittel dar, die in Kontakt mit Aluminium kommen.

Laut den BfR-Messergebnissen würde ein Erwachsener bei täglichem Verzehr von 200 g sauren Lebensmitteln aus unbeschichteten Aluminiumschalen in einer Woche etwa 0,5 mg Aluminium je Kilogramm Körpergewicht zusätzlich aufnehmen.

Gesunde Menschen scheiden den Großteil des aufgenommenen Aluminium mit dem Urin aus. Das Leichtmetall kann sich aber im Laufe des Lebens unter anderem in Lungen und Skelettsystem anreichern. BfR-Präsident Andreas Hensel empfiehlt dennoch, eine weitere Aufnahme durch Kantinenessen zu reduzieren.

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