Merkel will Beziehungen zu Ländern wie Indien vertiefen

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt den indischen Premierminister Modi in Berlin

Auch der Anfang Juli anstehende G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer dürfte zur Sprache kommen.

Am Mittwoch wird Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin zu Gast sein, am Donnerstag findet in Brüssel der EU-China-Gipfel statt.

Indien zählt zu den wenigen Staaten, zu denen Deutschland so intensive Beziehungen unterhält, dass sich die Bundeskanzlerin und ihr Kabinett regelmäßig mit den Partnern zu Regierungskonsultationen treffen.

Um stolze 19 Prozent sind die deutschen Exporte nach Indien im ersten Quartal dieses Jahres gestiegen. Bisher hemmen Zölle eine engere Partnerschaft. "Ein eigenes BVMW-Auslandsbüro in Indien unterstützt die Mitgliedsunternehmen bei der Markterschließung und organisiert Unternehmensreisen und thematische Veranstaltungen", so Ohoven.

Indien galt lange als schlafender Riese. Der 66-jährige Regierungschef, der 2014 völlig überraschend zum Premierminister gewählt wurde, gilt als entschlossener Reformer. Indien gehöre "zu den offensten Volkswirtschaften der Welt", das Land wolle sich weiter in globale Netzwerke integrieren.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Indien und Deutschland und eingefrorene Freihandelsgespräche mit der EU sind Thema bei einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem indischen Premierminister Narendra Modi am Abend in Berlin. Dazu werde es auch "konkrete Bespiele" geben, so Seibert. "Mangelnde Rechtssicherheit, eine schwerfällige Verwaltung und fehlende Infrastruktur" machten Unternehmen Investitionen in dem Land sehr schwer, sagte der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA), Hubert Lienhard, am Montag vor den vierten deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Berlin. Dies gelte insbesondere für kleine und mittelständische Firmen. Ein Abkommen hätte nicht nur ökonomische Vorteile für beide Seiten, sondern würde ein wichtiges Zeichen für den Freihandel setzen, sagte Bertelsmann-Asienexpertin Cora Jungbluth mit Blick auf den Brexit und Abschottungstendenzen der USA unter Präsident Donald Trump.

Langfristig könnte die indische Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent pro Jahr zusätzlich wachsen, betonten die Autoren. Das Handelsvolumen belief sich im vergangenen Jahr auf 17 Milliarden Euro. Man wolle in mehreren Bereichen mit deutschen Unternehmen zusammenarbeiten.

Auch in Indien sind die Erwartungen hoch. In der Rangfolge der deutschen Handelspartner steht Indien auf Platz 25.

Related:

Comments

Latest news

BVB-Coach Tuchel: "Kann nicht sagen, wie es ausgeht"
Als Nachfolger Tuchels beim BVB steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge Lucien Favre (OGC Nizza) in den Startlöchern. Wie in der vergangenen Saison einigten sie sich auch in dieser auf eine Torwette, die Aubameyang diesmal gewann.

EU schenkt bis zu 8000 Orten Hotspots
Bis zum Jahr 2025 soll Verbrauchern überall in Europa superschnelles mobiles Internet 5G zur Verfügung stehen. Die Kosten für den Betrieb tragen dann aber die Betreiber des Hotspots, so die ursprüngliche Planung.

Neuer Anschlag mit Autobombe in Bagdad: Mindestens 15 Tote
Zu diesem Anschlag bekannte sich zunächst keine Gruppe, der Verdacht fiel aber aufgrund der Ausführung auch hier auf den IS. Seit Monaten verübt die sunnitische Terrorgruppe "ISIS" in der irakischen Hauptstadt blutige Anschläge auf Schiiten .

Trainer Spalletti verlässt AS Rom, Wechsel zu Inter Mailand?
Der italienische Fußballklub AS Rom und Trainer Luicano Spalletti gehen künftig getrennte Wege. Der römische Klub teilte am Dienstag mit, dass der Vertrag mit Spalletti aufgelöst worden sei.

Masters-Turnier : Sieg in Rom: Zverev schafft gegen Djokovic die Sensation
Boris Becker weiß, wie es dazu kommen konnte: "Von Beginn an war Sascha sehr ruhig, unheimlich abgeklärt für einen 20-Jährigen". In den Augen des dreimaligen Wimbledonsiegers ist Zverev mit dem Triumph in der "Ewigen Stadt" ein "Durchbruch" gelungen.

Other news