Merkel will Europa nach G7-Pleite stärken

Merkel will Europa nach G7-Pleite stärken

Der G-7-Gipfel war für Angela Merkel ernüchternd. "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere verlassen konnten, sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt", sagte Merkel mit Bezug auf die USA bei einem Bierzelt-Auftritt in Bayern. Als Konsequenz daraus müssten die Europäer "ihr Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen". Das Publikum klatschte minutenlang.

Nach den weitgehend gescheiterten Gipfeln von G7 und NATO bäumt sich Deutschland gegen US-Präsident Donald Trump auf.

Bis zuletzt hatten die G7 um die Formulierung in der Abschlusserklärung gerungen.

An anderer Stelle urteilt ein Kolumnist der " Washington Post": "Das ist ein enormer Wandel der politischen Rhetorik", urteilt der Autor. Sie biete eine düstere Aussicht auf die transatlantischen Beziehungen, die seit dem Zweiten Weltkrieg die Sicherheit des Westens sicherstellten. Mit einem Sieg der Bundestagswahl und entsprechendem Rückhalt in Europa, könnte damit ein neues Kapitel der Beziehungen beginnen.

Obwohl Merkel während ihrer Rede den Namen Trump kein einziges Mal fallen ließ, seien ihre Aussage eine direkte Reaktion auf Trumps "desaströse Europareise, seine Worte und seine Taten".

Dass man hinter bisherige Errungenschaften zurückfalle, sei mit Trumps Präsidentschaft doch klar gewesen, heißt es in Diplomatenkreisen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Trump versucht hat, FBI-Untersuchungen zur Russland-Affäre zu untergraben. Merkel habe keinen Zweifel daran gelassen, dass die EU an den schwächer werdenden transatlantischen Beziehungen wachse. Dennoch könnte die Bierzelt-Rede Merkels der Beginn einer Zeitenwende sein. Sie sei der Beginn einer "neuen EU" - die stärker, selbstbewusster und unabhängiger von den USA sei. Wenn die USA sich militärisch im Ausland zurückhielten, werde Deutschland gemeinsam mit Frankreich eine zunehmend dominantere Rolle spielen. Kanzlerin Angela Merkel sah eine "vernünftige" Lösung. Das Politikmagazin "Politico" meint "nein".

Streit mit Trump, Chance für Europa? Die Besonderheit sei, dass Merkel Europa erstmals als Gewinnerthema für die anstehenden Wahlen entdeckt habe. Wie reagieren internationalen Medien und wie schätzen Sie Merkels Worte ein? Sie führe den Wahlkampf nicht gut genug und sei zu passiv, beklagten Kritiker. Es wurde die Sorge geäußert, dass Trump die Funktion und Bedeutung der jährlichen Treffen der Staats- und Regierungschefs untergrabe. Merkel habe mehrfach deutlich gemacht, dass Deutschland die USA brauche - unabhängig davon, wer gerade im Weißen Haus sitzt.

Der britische "Guardian" lobte vor allem die schonungslose Ehrlichkeit der Bundeskanzlerin.

Barley machte es der CDU-Vorsitzende zum Vorwurf, nicht schon bei den Beratungen während des Gipfels Trump energischer die Stirn geboten zu haben. Berater Cohn sagte, der US-Präsident empfinde die Verpflichtungen als "ungerecht" und schädlich für die Wirtschaftsentwicklung der USA. Sie ist nicht wie unsere Premierministerin. Auf der anderen Seite habe man viel mehr deutsche Direktinvestitionen in Amerika.

"Was für eine außergewöhnliche Frau". In der Erklärung wurde festgehalten, dass die USA ihre Haltung zum Pariser Abkommen "überprüfen" und "deswegen nicht in der Lage sind, sich dem Konsens über dieses Thema anzuschließen". "Sie weigert sich, sich selbst als weibliche Führungspersönlichkeit zu sehen, stattdessen betrachtet sie sich lieber als eine Person in einer Gruppe politischer Führungspersonen. Und wenn man sie anschaut, kommt der Gedanke auf: ‚Das ist der Inbegriff von stark und stabil". Dabei wird sie immer mehr eine eigene Größe.

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