Nach dem Anschlag von Manchester: Polizei nimmt zwei weitere Männer fest

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Britische Jugendliche hätten Abdul Dahab Hafidah in der britischen Stadt erstochen, nachdem sie ihn verfolgt hatten. Derweil wandte sich Londons Bürgermeister an die Einwohner der Hauptstadt: "Sie werden zusätzliche bewaffnete Polizisten in unseren Straßen sehen, auch Soldaten".

Grossbritannien war bereits mehrfach Ziel terroristischer Angriffe.

Eine Frau legt vor dem Rathaus am Albert Square einen mit britischen Nationalflaggen geschmückten Blumentopf in Gedenken an die Opfer des Anschlags nieder.

Die Chefs der britischen Polizeibehörden verurteilten die Veröffentlichung potenzieller Beweise noch während der laufenden Ermittlungen.

Die Polizei nahm einen weiteren Verdächtigen im Stadtteil Moss Side von Manchester fest.

Mitarbeiter der Spurensicherung sichern Beweismittel in der Nähe der Manchester Arena. Insgesamt gingen 240 Anrufe bei der Polizei ein.

Ein großes Banner mit dem Schriftzug "We Love Manchester" (Wir lieben Manchester) ist am Mancunian Way zu sehen. Auch diese Festnahmen seien in einem südlichen Viertel der Stadt erfolgt, wo bereits am Vortag ein junger Mann von der Polizei gefasst worden war, teilte die Polizei mit.

Die britische Polizei sieht sich in ihrer Aufklärung des Anschlages durch US-Medien behindert.

Die Regierung hatte am Dienstagabend die Terrorwarnstufe in Großbritannien auf das höchste Niveau angehoben. Die Bevölkerung solle wachsam sein.

Am Donnerstagmittag gab es eine Schweigeminute im ganzen Land für die Opfer. Das hätten Berliner Sicherheitskreise bestätigt.

Die deutschen Ermittler untersuchen dem "Focus"-Bericht zufolge noch einen weiteren Aufenthalt Abedis in Deutschland: 2015 sei er von Frankfurt am Main nach Großbritannien geflogen". Offenbar sei er damals zuvor bei einer paramilitärischen Ausbildung in Syrien gewesen, habe Scotland Yard dem Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt. Diese Möglichkeit könne nicht ignoriert werden. Er habe auch auf keiner Beobachtungsliste gestanden, mit denen Reisebewegungen verdächtiger Islamisten erfasst werden.

Das könnte zum Beispiel bei Großveranstaltungen in den nächsten Tagen der Fall sein, sagte Rudd in einem BBC-Interview. "Wir müssen klären, ob Abedi in Syrien Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat".

In Großbritannien geht die Suche nach den Hintermännern des Attentäters von Manchster weiter.

Bei der Selbstmordattacke am Montagabend auf Besucher eines Pop-Konzerts hatte Salman Abedi, ein Brite libyscher Abstammung, 22 Menschen mit in den Tod gerissen. 22 Menschen wurden getötet und mehr als 60 weitere verletzt, darunter viele Kinder und Jugendliche. Mindestens 59 Menschen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht, viele davon lebensgefährlich.

Mit einem Großaufgebot an Ermittlern versucht die Polizei in Großbritannien derzeit das islamistische Netzwerk des Selbstmordattentäters von Manchester aufzuklären. In Großbritannien gilt erstmals seit zehn Jahren die höchste Terror-Warnstufe.

Die Nationale Britische Anti-Terrorpolizei erklärte, die undichten Stellen unterhöhlten die Ermittlungen. Dabei sollen mögliche Kontakte des Attentäters mit Personen, die sich zur selben Zeit im Transit- und Sicherheitsbereich aufhielten, festgestellt und erfasst werden. Der IS reklamierte die Tat für sich. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wie Innenministerin Amber Rudd sagte. Abedi, der Sohn libyscher Eltern, war im Raum Manchester aufgewachsen. Nachbarn zufolge war die aus Libyen stammende muslimische Familie streng gläubig und in der Moschee engagiert. Seine Eltern, die noch zwei Söhne und eine Tochter haben, sollen Flüchtlinge aus Libyen sein. Aus britischen Regierungskreisen verlautete, dass man aufgebracht sei.

"Das ist komplett inakzeptabel", hieß es weiter.

Der mutmaßliche Attentäter war dem Geheimdienst bekannt. Es wird erwartet, dass Premierministerin Teresa May das Thema an diesem Donnerstag am Rande des Nato-Gipfels in Brüssel mit US-Präsident Donald Trump anschneiden wird.

Die Ermittlungsarbeiten schreiten nach Angaben des Polizeichefs sehr gut voran. Demzufolge sei es irritierend, wenn etwas von anderen Quellen veröffentlicht werde.

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