Neue Horizonte für ESA-Astronaut Alexander Gerst [1:01]

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst

Der zweite Aufenthalt auf der ISS mit der Übernahme des Kommandos krönt eine große Raumfahrerkarriere, die im Mai 2009 begann: Damals wählte die ESA Gerst mit fünf weiteren Kandidaten für ihr Astronautenkorps aus - aus 8.413 Bewerbern. Mit seinen sehr persönlichen Facebook- und Twitterbeiträgen aus dem All bewegte er während seiner ersten Mission 2014 auch viele Menschen, deren Herz nicht automatisch höher schlägt, wenn sie Galaxien oder den Abdruck eines Astronautenfußes im Mondstaub sehen. Es zeigt neben dem Missionsnamen unter anderem ein stilisiertes Schiff.

Wer weiß, was nach der zweiten ISS-Mission noch kommt.

Während der zweiten Hälfte der Mission wird Gerst Kommandant der Station sein - als erster Deutscher in dieser Funktion.

Auf der ISS wird er mit den anderen Astronauten 35 Experimente durchführen, unter anderem zur Robotik, zur Materialwissenschaft, aber auch zur Krebszellenforschung. Dabei gehe es nicht darum, viel herumzukommandieren, stellte er am Montag klar. Gerst kündigte zugleich an, dass er auch bei seiner zweite ISS-Mission auf die Verletzbarkeit und den dringend notwendigen Schutz des Planeten Erde hinweisen wolle. "Es gibt keinen Planeten B".

Bei seinem ersten Raumflug 2014 hatte Gerst durch zahlreiche Foto- und Videobotschaften aus dem All über soziale Netzwerke eine große Anhängerschaft für die bemannte Raumfahrt geworben.

Gerst war vor drei Jahren schon mal auf der ISS. Auf die Frage, welche Experimente auf der Raumstation ihm die liebsten sind, sagt er: "Ich finde vor allem solche Versuche interessant, die uns wirklich Vorteile bringen auf der Erde". Zugleich erinnerte Wörner im Kölner ESA-Astronautenzentrum an die völkerverbindende Rolle der bemannten Raumfahrt, die "Brücken bilden" könne.

Mit an Bord wird Alexander Gerst übrigens auch "eine Zeitkapsel" haben. Sie soll den Bau von Raumschiffen vorbereiten, die die Menschen über ihren Horizont hinausbringen - so heißt auch die Mission: "Horizons".

Mit auf die Reise nehmen Gerst und seine Kollegen auch eine kleine silberne Kapsel, die Auszubildende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig hergestellt haben. Diese soll etwa sechs Monate dauern. Dies werde in der Zukunft "einen wunderschönen Blick zurück" in die heutige Zeit eröffnen, sagte Ehrenfreund.

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