NordkoreaWeitere Rakete getestet - Japan reagiert empört

Im Meer vor Japan gelandet Nordkorea schiesst erneut eine Rakete

Am Montag feuerte das stalinistische Land eine Kurzstreckenrakete in Richtung Japan.

Japan wolle gemeinsam mit der Schutzmacht USA "konkrete Schritte" unternehmen, um Nordkorea Einhalt zu gebieten, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe nach Medienberichten.

Nach dem Test zweier Mittelstreckenraketen war es heuer bereits Nordkoreas neunter Versuchsstart einer ballistischen Rakete, in diesem Monat war es der dritte. Tokio und Seoul warfen der kommunistischen Führung des Nachbarlandes Provokation vor - der Test sei ein erneuter Verstoß gegen UN-Resolutionen gewesen.

Seine Regierung forderte eine härtere Gangart bei den internationalen Sanktionen und schickte Kriegsschiffe in die Region. Laut Militärangaben startete die Rakete an der Ostküste nahe Wonsan ins offene Meer.

Nach Angaben Japans stürzte die Rakete möglicherweise innerhalb seiner exklusiven Wirtschaftszone - einer 200-Meilen-Zone vor der Küste - ins Japanische Meer. Es war das zweite Mal in diesem Jahr, dass ein nordkoreanischer Flugkörper derart nahe an Japan herankam. Abe verwies dabei auf den G-7 Gipfel, wo man sich darauf geeinigt hat, dass Nordkorea zu den Top Prioritäten der internationalen Gemeinschaft gehört.

Erst am Samstag hatte die G7 Nordkorea eindringlich aufgerufen, seine Atom- und Raketenprogramme "vollständig, nachprüfbar und unumkehrbar" zu stoppen. Präsident Donald Trump sei informiert worden, erklärte der Nationalen Sicherheitsrat der USA.

Südkorea reagierte ebenfalls alarmiert. In Seoul berief Präsident Moon Jae In den Nationalen Sicherheitsrats ein. Die Regierung verurteilte die Aktion des Nordens als "gravierende Bedrohung". "Wir brauchen mehr diplomatischen Spielraum", sagte Pentagon-Chef James Mattis. Dies sei einer der am dichtesten besiedelten Ballungsräume der Welt. Russland und China verurteilten zwar die neue Provokation, riefen aber alle Seiten zur Zurückhaltung auf.

In Washington befürchtet man, dass Pjöngjang bald Langstreckenraketen entwickelt haben könnte, die Atomsprengköpfe in die USA tragen können. Die USA schickten daraufhin eine Flugzeugträgerkampfgruppe zur koreanischen Halbinsel und setzten in Kooperation mit China Nordkorea unter Druck.

Die USA wollen angesichts der anhaltenden Spannungen am Dienstag ihr Raketenabwehrsystem testen. Es sollte übungshalber eine von einem Testgelände auf den pazifischen Marshall-Inseln abgefeuerte weitreichende Interkontinentalrakete abfangen.

Hinter den wiederholten Raketenstarts werden verschiedene Absichten vermutet: Besonders hervorstechend ist die fanatische Besessenheit des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un von Atomwaffen und Raketen. Solche Modelle testeten die Nordkoreaner allerdings bisher nicht.

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