OLG Hamm urteilt über ausgewilderte Wisente

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Frei lebende Wisente in den Wäldern - ein Artenschutzprojekt. Doch die Tiere richten Schäden an.

Hamm. Das Oberlandesgericht Hamm hat im Streit um Schäden durch ausgewilderte Wisente im Rothaargebirge einen Lösungsweg aufgezeigt. Eine solche Genehmigung müsse der Verein jetzt beantragen, so das Gericht. Nicht nur die Wisente, auch die Bäume müssen künftig geschützt werden.

Kläger in den Verfahren sind zwei Forstwirte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil der OLG-Senat Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe zugelassen hat. Der Trägerverein der Wisent-Welt Wittgenstein wird dazu verurteilt, "geeignete Maßnahmen" zu ergreifen, um zu verhindern, dass die Wisente die Grundstücke zweier klagender Waldbauern aus Schmallenberg-Oberkirchen betreten und Schälschäden an Buchen verursachen. Aktuell leben in der Herde rund 20 Tiere.

"Mit seinem Urteil hat das Gericht eine pauschale Entscheidung über die Existenzberechtigung freilebender Wisente in Deutschland abgelehnt und zugleich klargestellt, dass die Tiere als herrenlose Wildtiere einzuschätzen sind".

Die in Freiheit lebende Wisentherde steht nach Ansicht der Richter unter Naturschutz. Dass die Tiere zunächst gezüchtet worden sind, stehe dem nicht entgegen, befand das Gericht am Montag.

Während wildlebende Tiere eigentlich in Ruhe gelassen werden müssen, hält das Gericht in diesem Fall aber eine Ausnahmeregelung für denkbar: Eine solche sei möglich, wenn ernsthafte forstwirtschaftliche Schäden drohen.

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