Polizei sucht Koffer des Manchester-Attentäters

Schwerbewaffnete Polizisten auf den Straßen sind in Großbrittannien ein ungewohntes Bild

Abedi hatte am Montagabend nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande einen Sprengsatz gezündet und 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

Eine Woche nach dem Selbstmordanschlag auf ein Pop-Konzert in Manchester hat der britische Inlandsgeheimdienst MI5 eine interne Untersuchung zu möglichen Pannen im Fall des Attentäters Salman Abedi eingeleitet. Niemand dürfe sich dem Rollkoffer nähern, sagte Russ Jackson von der Anti-Terror-Polizei.

Die Situation in Manchester normalisiert sich langsam wieder. "Wir wollen aber auch deutlich darauf hinweisen, dass es sich bei dem Koffer nach jetzigem Kenntnisstand nicht um das Gepäckstück handelt, mit dem die Bombe in die Manchester-Arena gebracht wurde".

Am Sonntag waren laut Polizeiangaben bereits ein 25- und ein 19-Jähriger festgenommen worden. Landesweit wurde die Militärpräsenz zurückgefahren.

Großbritannien hatte am Sonnabend seine höchste Terrorwarnstufe aufhoben und auf "ernst" gesenkt. Damit erhöhte sich die Zahl der Verdächtigen in Polizeigewahrsam auf 14.

Die britische Polizei hat am Sonnabend eine positive Zwischenbilanz ihrer Ermittlungen gezogen. Bei der Terrorstufe "ernst" ist ein Anschlag immer noch sehr wahrscheinlich, steht aber nach Einschätzung von Experten nicht unmittelbar bevor. Er war Medienberichten zufolge in die Anschlagspläne eingeweiht und soll die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützen. Wie der Sender BBC berichtete, hatte Abedi bereits als Jugendlicher in den Schulferien am bewaffneten Aufstand gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi teilgenommen. In Libyen waren außerdem der Vater und der Bruder des Selbstmordattentäters festgenommen worden.

Am Montag meldeten die britischen Behörden, dass sie eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Anschlag des mutmaßlichen Attentäters Salman Abedi festgenommen haben.

In Manchester selbst sowie in der Gegend um Chester südwestlich der nordenglischen Metropole und in Pilsworth nördlich der Stadt durchsuchte die Polizei demnach drei weitere Häuser.

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