Produktionsstopp: BMW-Werke warten auf Teile von Bosch

BMW-Produktion in München

Im BMW-Werk in Leipzig soll am Montag die Fertigung von zwei Fahrzeug-Modellen stillstehen. Zum Grund für die Probleme bei seinem Zulieferer machte Bosch keine Angaben.

Bosch selbst teilte am Dienstag in Stuttgart mit, dass man das Bauteil für die Lenkung von einem italienischen Zulieferer beziehe.

Schon am vergangenen Dienstag und Mittwoch war es bei BMW in München zu einem eingeschränkten Betrieb gekommen, mehrere Schichten fielen aus. Teilweise werden in den Werken auch Wartungsarbeiten vorgezogen. Zu den wirtschaftlichen Folgen sagte Einkaufsvorstand Duesmann: "Wir gehen davon aus, dass Bosch als der verantwortliche Lieferant für den uns entstandenen Schaden einstehen wird". "Bei diesem Zulieferer kommt es derzeit zu Lieferproblemen", teilte Bosch mit. Bislang konnten deshalb Tausende Fahrzeuge nicht wie geplant hergestellt und ausgeliefert werden. In beiden Auslandsstandorten ist die 3er-Reihe betroffen.

Regensburg. Regensburg/München. Die Produktionsausfälle beim Autobauer BMW sind umfangreicher und werden wohl länger dauern als zunächst erwartet.

Die Mitarbeiter nutzten nun Gleitzeit und Arbeitszeitkonten, nähmen Urlaubstage oder zögen Wartungsarbeiten vor. Bosch sei einer der ältesten sowie größten Lieferanten von BMW und zeichne sich normalerweise auch durch große Liefertreue aus. "Als einer unserer langjährigsten, größten und grundsätzlich zuverlässigsten Lieferanten ist das Unternehmen zweifellos in der Lage, auch diese schwierige Situation zu bewältigen", sagte der BMW-Einkaufschef. Die Fertigung des Minis, der X-Modelle und der größeren Baureihen Fünfer, Sechser und Siebener sei nicht beeinträchtigt, berichtete Duesmann. Zudem hat die Regensburger Fabrik derzeit Werksferien, weil dort bis zum 18. Juni modernisiert wird.

Dort läuft die Produktion ganz normal.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie abhängig Autokonzerne und Zulieferer heutzutage voneinander sind. Moderne Produktionsketten versuchen aus Rationalisierungsgründen, ohne Lagerbestände auszukommen, weshalb ein fehlender Teil die gesamte Produktion unterbrechen kann. Damals hatte die Prevent-Gruppe der bosnischen Industriellenfamilie Hastor bei den Wolfsburgern per Lieferstopp massive Produktionsausfälle verursacht. Solche Teile würden dann teils bis zu 30mal täglich an einem Autowerk angeliefert, um unmittelbar in die Produktion eingespeist zu werden, erklärt Christian Vietmeyer vom Verband der Zulieferindustrie. Vielmehr steige für sie das Risiko von Vertragsstrafen.

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