Prozess nach Insolvenz : Verfahren

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Christa Schlecker darf die Anklagebank bald endgültig verlassen: Gegen die Zahlung von 60.000 Euro an gemeinnützige Organisationen hat das Landgericht (LG) Stuttgart das Strafverfahren gegen die Frau von Anton Schlecker vorläufig eingestellt. Mit der Zahlung der Geldauflage ist sie nicht vorbestraft.

Die Frau des ehemaligen Drogerie-Königs Anton Schlecker (72) stand zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern Lars (45) und Meike (43) wegen der Pleite des Schlecker-Konzerns vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, bereits vorher und in Kenntnis der drohenden Zahlungsunfähigkeit etwa 25 Millionen Euro an seine Kinder verschoben zu haben. Seine Ehefrau Christa Schlecker und die beiden Kinder wurden wegen Beihilfe mitangeklagt. Das ist nicht erlaubt.

Christa Schlecker war im Unternehmen häufig präsent.

Der Prozess gegen Schlecker und seine Familie läuft seit Anfang März, am Montag ist der 11. Verhandlungstag. Ihr wurde vorgeworfen, Geld für Arbeiten kassiert zu haben, die sie gar nicht erbracht haben soll: knapp 70 000 Euro.

Am elften Prozesstag wurde mit der Aussage des früheren Einkaufschefs zudem erneut deutlich, dass Anton Schlecker in allen unternehmerischen Fragen das letzte Wort hatte. Anklage und Verteidigung hatten sich vor dem Stuttgarter Landgericht auf Einstellung des Verfahrens verständigt.

Die Angeklagten hätten zwar formale Fehler bei der Prüfung der Schlecker-Bilanzen 2009 und 2010 gemacht, im Falle einer Verurteilung wäre die Schuld aber gering, sagte der Vorsitzende Richter. Die Vorwürfe würden weiterhin zurückgewiesen.

Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet.

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