Relegation : Schiedsrichter Stegemann bereut Elfmeterpfiff

Wolfsburgs Philipp Wollscheid und Braunschweigs Onel Hernandez kämpfen um den Ball

Dem 1:0-Hinspielsieg ließen die Wolfsburger im zweiten Duell einen weiteren 1:0 (0:0)-Erfolg folgen. "Erstaunlicherweise waren alle unsere Schuhe nass, die wir vor dem Spiel in der Kabine schon hingestellt hatten", berichtete Arnold.

Was den Eintracht-Coach aber noch früher auf Betriebstemperatur gebracht hatte, verriet Braunschweigs Manager Marc Arnold: Der krasse Außenseiter hatte seine eigene "Watergate"-Affäre erlebt".

Allzu sehr wollten sich die Gäste nach dem brisanten Nachbarschaftsduell öffentlich nicht beschweren.

Das Rückspiel findet am 29. Mai um 20:30 Uhr in Braunschweig statt.

Gestraft war der Zweitligist selbst genug. Nur durch ein Elfmeter-Geschenk hatte der große Favorit aus Wolfsburg getroffen. Gomez selbst nutzte den unberechtigten Strafstoß zum 1:0-Siegtreffer. Erst danach prallte Braunschweigs Gustav Valsvik der Ball aus kürzester Distanz an den Arm. Mit wüsten Pöbeleien ob eines fatalen Pfiffes von Schiedsrichter Stegemann stapfte der Trainer in die gewässerte Kabine. "Die ganze Saison. Deswegen hasse ich die Relegation", schrie Lieberknecht. "Es ist eine Entscheidung, die extrem weh tut", schimpfte Lieberknecht.

Wolfsburgs personifizierter Lebensversicherung war dies reichlich egal. "Umso schöner, dass wir ihn dann in so einem Spiel bekommen", sagte der 31-Jährige.

Durch den zwar verdienten, aber dennoch glücklichen Sieg stehen die Chancen des VW-Clubs gut, auch die 21. Saison in Serie in der Bundesliga zu bestreiten. "Es war wichtig, dass wir zu null gespielt haben".

Der Portugiese Vieirinha (49.) erzielte im Auswärtsspiel das wichtige Tor für den Favoriten. "Und das werden wir schaffen", kündigte Gomez an. Beim Erstliga-16. schied Mittelfeldspieler Josuha Guilavogui in der zweiten Halbzeit mit einer Muskelverletzung aus. Das Bemühen war dem Team von Andries Jonker nicht abzusprechen, aber spielerisch haperte es gegen die engagierten Platzherren gewaltig. "Es gibt Hoffnung, dass er am Montag spielen kann", sagte der Niederländer am Donnerstag nach dem 1:0 (1:0) der Grün-Weißen. Sein Einsatz in Braunschweig ist ebenfalls noch ungewiss. Offenbar muss Eintracht Braunschweig die Fußballschuhe der Spieler in der Vorbereitungsphase des Spiels - warum auch immer - im Duschbereich platziert haben", sagte Thomas Franke, Leiter Organisation und Stadionbetrieb des VfL Wolfsburg, Sport 1: "Es handelt sich hierbei also keinesfalls um eine bewusste Störung durch den VfL. Der Angreifer musste nach 72. Minuten vom Platz, nachdem er erst zwölf Minuten zuvor eingewechselt worden war. "Mal sehen, ob wir ihn bis Montag wieder hinbekommen".

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