Ryanair legt trotz sinkender Ticketpreise zu

Ryanair legt trotz sinkender Ticketpreise zu

Die nach Passagierzahlen größte europäische Fluggesellschaft Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz niedrigerer Ticketpreise ein Rekordergebnis erzielt.

Für die zwölf Monate bis Ende März stand bei Ryanair unter dem Strich ein Gewinn von gut 1,3 Milliarden Euro. Doch damals hatte der Verkauf der Aer-Lingus-Beteiligung das Ergebnis nach oben getrieben hatte.

Trotz kräftiger Preissenkungen für die Kunden von im Schnitt 13 Prozent hat der irische Billigflieger Ryanair seinen Gewinn steigern können.

Der Preiskampf bei Tickets und das schwache britische Pfund gingen aber auch an Ryanair nicht spurlos vorüber. Der Umsatz legte dabei nur um zwei Prozent auf 6,6 Mrd. Um acht Prozent werde der Gewinn bis März 2018 zulegen, auf dann 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro, erklärte Ryanair. Für das neue Geschäftsjahr erwartet O'Leary einen weiteren Preisrückgang um fünf bis sieben Prozent. So soll die Zahl der Passagiere im gleichen Zeitraum auf 130 Millionen steigen.

Obwohl Großbritannien der größte Einzelmarkt für Ryanair ist, kommt die Airline mit den unmittelbaren Brexit-Folgen besser zurecht als Konkurrent Easyjet, der seinen Winterverlust auf 192 Millionen Pfund verdreizehnfachte. Dort will Ryanair die Lage der hochverschuldeten Gesellschaften Air Berlin und Alitalia ausnutzen. "Wir haben Boeing gesagt: Falls sie Luft in ihrer Produktion und zusätzliche Jets übrig haben - wir nehmen sie", sagte Finanzchef Neil Sorahan der Nachrichtenagentur Bloomberg. Grund dafür ist die Unsicherheit um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Daher will er Ryanair flexibel aufstellen und Wachstumsmöglichkeiten in anderen Ländern Europas nutzen.

Ryanair setzt wegen des Brexits auf Wachstum in Deutschland, Italien und Belgien. So steht Alitalia nach einem geplatzten Sanierungsplan unter Sonderverwaltung und sucht händeringend nach einem Käufer.

Derweil löst sich Ryanair schrittweise vom Konzept reiner Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Noch im Laufe dieses Jahres sollen Ryanair-Kunden Langstreckenflüge der spanischen Fluglinie Air Europa wahrnehmen können. Euro zu - obwohl der Ticketabsatz um 13 Prozent auf 120 Millionen zulegte. Gespräche mit anderen Airlines laufen. Ist der Versuch erfolgreich, will die Gesellschaft das Angebot auf ihr gesamtes Streckennetz ausweiten.

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