Sellering tritt von allen Ämtern wegen Krebserkrankung zurück

Sellering tritt von allen Ämtern wegen Krebserkrankung zurück

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Sellering tritt wegen einer Krebserkrankung zurück. Das teilte der SPD-Landesverband am Montag mit.

Als Nachfolgerin schlug Sellering den Angaben zufolge Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vor. Nun beschleunigt die schwere Erkrankung Sellerings den Wechsel an der Spitze der Schweriner Staatskanzlei.

Der SPD-Politiker erklärte am Dienstag, bei ihm sei überraschend eine Krebserkrankung festgestellt worden. Wegen der notwendigen Therapie sei er nicht mehr in der Lage, das Amt auszufüllen, erklärte der 67-Jährige am Dienstag.

Für Schwesig würde der Wechsel nach Mecklenburg-Vorpommern eine Rückkehr an frühere Wirkungsstätten bedeuten: Zwar wurde sie 1974 im brandenburgischen Frankfurt/Oder geboren, doch seit dem Jahr 2000 ist Mecklenburg-Vorpommern ihre Wahlheimat. Sollte Schwesig das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen, gilt SPD-Generalsekretärin Katarina Barley übereinstimmenden Medienberichten zufolge als mögliche Nachfolgerin als Familienministerin. Ihr Posten wiederum werde laut SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz von Hubertus Heil gefüllt.

Mecklenburg-Vorpommern bekommt einen neuen Ministerpräsidenten und SPD-Chef. Auch abseits der Politik sei er mit Sellering befreundet. Er habe mit Sellering telefoniert, und er wisse, dass ihm die Entscheidung zum Rücktritt nicht leicht gefallen sei.

Es wird wohl keine lange Hängepartie um die Nachfolge von Erwin Sellering geben. Ebenfalls auf Twitter schrieb Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel: "Ich bedaure den Rückzug von Sellering außerordentlich!" Sie kehrt damit in die Heimat zurück: In Schwerin war sie 2008 Sozialministerin geworden, ehe sie im Dezember 2013 nach Berlin wechselte. Sellering ist Jurist und in zweiter Ehe verheiratet. Er ist Vater von drei Kindern, das jüngste, aus der zweiten Ehe, kam erst 2014 zur Welt. Die von ihm fast neun Jahre lang geführte SPD/CDU-Regierung arbeitete weitgehend geräuschlos, machte in den vergangenen zehn Jahren keine Schulden und behielt auch in der Flüchtlingskrise die Übersicht.

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